Mittwoch, 25. März 2015

[REZENSION] SKARGAT - Der Pfad des schwarzen Lichts


"SKARGAT - Der Pfad des schwarzen Lichts" ist das Erstlingswerk des deutschen Autors Daniel Illger. Das Buch ist einer von jenen wenigen Fantasyromanen, die es wagen fern von Mainstream und Genregrenzen ihren eigenen Weg zu gehen. Weder Freunde von "Mensch, Elf und Zwerg retten die Welt" noch von "Mädchen verliebt sich in Vampir" werden mit diesem Buch glücklich werden. Wer jedoch anspruchsvolle deutsche Fantasy à la Tobias O. Meißner, Markolf Hoffmann oder Christian von Aster mag, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

Doch worum geht es?

Da Skargat ein Buch ist bei dem man leicht zuviel verrät, werde ich diese Frage ausnahmsweise mal mit dem Klappentext beantworten. "In einem abgelegenen Dorf lebt der Außenseiter Mykar. Vom eigenen Vater und allen Bewohnern verachtet, hat er nur einen Freund: Cay, den Sohn des Dorfpriesters. Als eine Reihe grauenvoller Verbrechen geschieht, machen die verzweifelten Bauern Mykar zum Sündenbock. Sie knüppeln ihn nieder und verscharren ihn im Wald – alle halten ihn für tot. Als Jahre später Cay des Mordes an einem Adligen beschuldigt wird, ist für Mykar die Zeit gekommen zurückzukehren. Verbündete findet er in dem versoffenen Adligen Justinius, dessen verrückter Magd Scara und einer geheimnisvollen Schönen. Keiner von ihnen ahnt, dass viel mehr auf dem Spiel steht als Cays Leben."

Was ist das Besondere an diesem Buch? 

Auf den ersten Blick mag die Geschichte sehr gewöhnlich klingen: Jugendlicher Held begibt sich auf eine Queste um etwas Gutes zu bewirken. Einerseits stimmt das. Andererseits könnte es falscher nicht sein. Die Unterschiede beginnen schon mit der sehr finsteren Stimmung. Die Welt - und vor allem der Teil, den der Leser erleben darf - ist voll von Geistern, Untoten, Ghoulen und noch schlimmeren. Vor allem macht aber der "Held" Mykar den Unterschied aus. Mykar ist kein strahlender Held. Eigentlich ist er gar kein Held. Viele würden in ihm sogar etwas böses sehen und damit sind wir an einem Punkt, der meines Erachtens gute von schlechten Fantasyromanen trennt. Während in schlechten Romanen das Gute gegen das Böse kämpft, sind gute Romane voller Graustufen. So auch hier.

Fazit: Skargat ist ein intelligenter Fantasyroman mit einer düsteren Stimmung. Auch wenn es noch früh im Jahr ist: Skargat ist für mich jetzt schon ein heißer Anwärter auf den deutschen Phantastikpreis. 

Wertung: 5/5 Sternen

Vielen Dank an Lovelybooks für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars. 

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