Montag, 20. April 2015

[REZENSION] Das Erbe des Kuriers


Das "Erbe des Kuriers" ist ein kurzer Roman (160 Seiten + Anhänge), der in der gleichen Welt spielt, in der alle anderen Bücher von Peter V. Brett auch angesiedelt sind. Die Welt, die er zuerst in "Das Lied der Dunkelheit" beschrieben hat, zeichnet sich dadurch aus, dass sie nachts von Dämonen heimgesucht wird. Während sich die meisten Menschen im Schutz ihrer Häuser verkriechen, kämpfen einige mutige Individuen Nacht für Nacht gegen die Dämonen. Ihre mächtigste Waffe dabei sind magische Siegel mit denen sie ihre Waffen und Schilde versehen...

"Das Erbe des Kuriers" wurde - so kann man der Einleitung entnehmen - ursprünglich als Anfang des dritten Bandes ("Die Flammmen der Dämmerung") geschrieben, dann aber weggelassen, weil sonst einem Nebencharakter zu viel Raum gegeben worden wäre. Inhaltlich schlägt die Geschichte aber auch die Brücke zum noch nicht erschienenen vierten Band ("Der Thron der Finsternis"), in dem die Hauptfigur Dorn Damaj ebenfalls eine Rolle spielen wird.

Worum geht es?

Kurz nachdem der sechsjährige Dorn von seinem Vater, dem ehemaligen Dal'Sharum-Krieger Relan asu Relan am'Damaj am'Kaji, die erste Lektion über den Umgang mit Dämonen gelernt hat, muss er sich schon allein in der Wildnis herumschlagen. Für einen Sechsjährigen bedeutet das den sicheren Tod. Oder etwa nicht?

(Ja, das ist jetzt sehr sehr knapp aber ihr wollt ja nicht schon die Hälfte der sehr kurzen Geschichte lesen, oder?)

Außerdem gibt es einen Anhang, der verschiedene Siegel und krasianische Begriffe erklärt. Zum Schluss gibt es dann noch eine kurze Leseprobe aus Band 4.

Was hat mir gut gefallen; was weniger gut?

Ein sechsjähriger Protagonist in einem Nicht-Kinderbuch ist eine mutige Idee, die auch sehr gut funktioniert. Leider geht es nur in einem Teil des Buchs direkt um Dorn. Größtenteils geht es um andere Menschen; zum Beispiel um die, die ihn suchen. Trotzdem war die Geschichte kurzweilig und spannend zu lesen.

Allerdings muss man schon sagen, dass die Geschichte primär für Personen interessant ist, die die Reihe kennen. Ich glaube nicht, dass mir die Geschichte für sich allein, ohne die Reihe gelesen zu haben, ähnlich gut gefallen hätte.

Sehr gut hat mir wiederum gefallen, wie der Heyne-Verlag die Geschichte zu einem Buch umgesetzt hat. Es gibt eine Einleitung, Anhänge und ein paar ansprechende Zeichnungen von Andreas Hancock. Zusammen mit der Leseprobe aus Band 4 werden so aus 160 Seiten 207 Seiten, ohne dass das Buch künstlich aufgebläht wirkt.

Fazit

Ein spannendes kleines Buch, das Fans von Peter V. Bretts Dämonen-Saga hilft die Wartezeit auf Band 4 - "Der Thron der Finsternis"- zu überbrücken.

Wertung: 4,5/5 Sternen

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