Donnerstag, 9. April 2015

[REZENSION] Der Turm von Avempartha


Vor etwas über einer Woche hab habe ich euch an dieser Stelle meine Rezension zum ersten Band von Michael J. Sullivans Riyria-Reihe präsentiert. Jetzt geht es weiter mit Band 2: Der Turm von Avempartha.

Wie bereits "damals" erwähnt, handelt es sich bei Riyria um eine High Fantasy Reihe. Im Mittelpunkt steht der Diebesbund Riyria. Dieser hat im Wesentlichen zwei Mitglieder: Hadrian und Royce. Ersterer ist ein kampfstarke Schwertkämpfer, letzterer ein Dieb, der sich hervorragend auf das Knacken von Schlössern versteht.

Auch im zweiten Band nehmen die beiden den Auftrag an, ein Schwert aus einem Turm zu "bergen". Der Turm ist eine alte Elfenfestung und das Schwert die einzige Möglichkeit eine Bestie, die das Umland des Turms terrorisiert, zu stoppen. Schnell ist klar, dass der Auftrag letzten Endes von Esrahaddon [bekannt aus dem ersten Band] stammt und dass es folglich noch um viel mehr gehen muss...

Was hat mir gut gefallen?

Obwohl die Geschichte sehr klassisch ist und viele Standardelemente enthält, ist sie trotzdem keine Fantasy-Massenware. Geschickt verbindet der Autor die klassische Abenteuergeschichte seiner zwei Protagonisten mit einer glaubwürdigen Welt, in der - wie in manch anderem modernem Fantasy-Werk - Politik und Intrigen eine wichtige Rolle spielen.

Was hat mir weniger gut gefallen?

Genau wie beim ersten Band, gab es nichts, das mir gar nicht gefallen hat. Aber genau wie beim ersten Band gab es viele Momente an denen ich Angst hatte, dass es nun sehr klischeehaft werden könnte. Doch bislang hat der Autor noch jedes mal die Kurve gekriegt. 

Wird das Buch dem Klappentext gerecht?

Im Detail ist der Klappentextes meines Erachtens Blödsinn. Groß wird hervorgehoben, dass es um ein Ungeheuer geht, das durch keine von Menschenhand geschaffene Waffe getötet werden kann. In einer Welt in der es Zwerge, Elfen und andere Fantasy-Rassen gibt, wäre es nun wirklich kein Problem an eine Waffe zu kommen, die nicht von Menschenhand gefertigt wurde. Im Buch selbst ist der Zusammenhang zwischen dem Monster und der Waffe, die es töten kann, zum Glück wesentlich logischer. Auch die Abfolge der Ereignisse ist nicht ganz so, wie sie im Klappentext angedeutet wird.
Obwohl die Details falsch sind, kann man aber trotzdem sagen, dass das Buch die Erwartungen erfüllt, die der Klappentext weckt.

Fazit

Mich hat auch der zweite Band gut unterhalten. Die Geschichte ist etwas magischer aber nicht weniger politisch als im ersten Band. Gegen Ende des Buches lernt der Leser noch ein paar neue und wesentliche Details über die Protagonisten kennen, die klar machen, wohin die Reise in den restlichen vier Bänden gehen könnte.
Ein spannendes Buch, das aber vor allem die Bühne für die kommenden Bände bereitet.

Wertung: 4/5 Sternen


Kommentare:

  1. Ich mochte das erste Buch ein wenig mehr, als das zweite, weil ich den Eindruck hatte, dass sich die Charaktere dort haben etwas mehr entfalten können. Band 2 ist erst gegen Ende so richtig interessant geworden, mittig hatte ich sogar das Gefühl es zog ein bisschen. Wen ich mit den Büchern aber richtig begeistern konnte, war überraschenderweise meine Mutter. Die will auch unbedingt Band 3 lesen, darum werde ich wahrscheinlich doch noch auch in diesen hineinsehen. Der muss es für mich dann aber echt reißen.

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    1. Hm, hatte es in der Mitte Längen? Ich verstehe was du meinst aber ich sehe das etwas anders. Zwischendurch gab es wenig Action aber dafür hat man halt mehr über die Intrigen und ihre Hintergründe erfahren.

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    2. Inzwischen habe ich Band 3 zuhause und hoffe, demnächst mal reinsehen zu können. ;-)
      Ich bin aber generell nicht so der Action-Typ, ich brauche eine stimmige Story und ausgefeilte Charaktere.

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  2. Empfindest du die Reihe als actionreich? Mir gefällt gerade gut, dass es eher wenig Action gibt.

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