Mittwoch, 8. April 2015

[REZENSION] Hollow Earth/Hohle Erde-Trilogie

Die Geschwister Barrowman (November 2012)
Hollow Earth ist eine Jugendbuchtrilogie des Autoren- und Geschwisterpaares Carole E. und John Barrowman. Die ersten beiden Bände sind mittlerweile auch auf deutsch bei Cross Cult erschienen.

Band 1










Im ersten Band, der auf englisch genau wie die Reihe „Hollow Earth“ und auf deutsch „Animare“ heißt, lernt der Leser Em und Matt kennen. Diese sind Zwillinge aber das ist nicht ihre größte Besonderheit. Ihre Vorstellungskraft ist so stark, dass sie Bilder zum Leben erwecken können. Mit dieser Fähigkeit kann man natürlich nicht nur Gutes bewirken. In den falschen Händen kann sie eine fürchterliche Waffe sein. Und so wecken Em und Matt das Interesse vieler Leute: Manche wollen sie beschütze, andere wollen die Welt vor ihnen beschützen und noch andere wollen einen Nutzen aus ihnen ziehen.

Am Anfang wird der Leser schnell mit der besonderen Fähigkeit der Zwillinge konfrontiert, ohne sie sofort komplett verstehen zu können. Im Laufe des Bandes erfährt der Leser dann immer mehr über diese Fähigkeit, die auch andere Menschen in geringerem Maße haben, und die Organisationen, die sich um diese Fähigkeit herum entwickelt haben. Diese "magische" Parallelgesellschaft und die grobe Storyline hat mich ein wenig an Harry Potter erinnert, ist aber natürlich im Detail komplett anders.

Im ersten Band passiert auch schon einiges aber im wesentlichen bereitet er die Bühne für die folgenden Bände.

Alles in allem eine lesenswerte, fantastische Geschichte für junge Leser ab ca. 12 Jahren, die auch für Erwachsene lesenswert ist.

Band 2



"Bone Quill" ist der mittlere Band der Trilogie um die Hohle Erde. Der deutsche Titel lautet „Knochenfeder“. Der zweite Band setzt unmittelbar da an, wo der erste aufgehört hat. Die Geschichte geht im gleichen Stil aber mit zwei kleinen Änderungen weiter. Zum einen nehmen die "Rückblicke" ins Mittelalter, die es auch schon im ersten Buch schon gelegentlich gab, nun wesentlich mehr Raum ein. Waren es dort nur wenige Seiten, so spielt nun etwa ein Drittel des Buches im Mittelalter. Zum anderen ist das Tempo deutlich höher als noch im ersten Band. Beides tut dem Buch aber gut. Ersteres macht die Geschichte komplexer und interessanter, letzteres macht es spannender.

Dadurch, dass die Geschichte deutlich komplexer ist, würde ich nun dazu tendieren die Altersempfehlung für die Reihe auf 14+ Jahren hochzusetzen.

Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung. Wer Band 1 mochte, wird Band 2 lieben.

Band 3


Der Titel des dritten Bandes lautet „Book of Beasts“. Auf deutsch ist der dritte Band noch nicht erschienen.

Was schreibt man über den Inhalt der dritten Band einer Trilogie? Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, wird auch den dritten lesen wollen, wer die ersten noch nicht kennt, dem würde man zu viel verraten. Von daher nur so viel: Genau wie der zweite Band die unmittelbare Fortsetzung des ersten war, setzt der dritte genau da an, wo der zweite aufhört.

Leider konnte mich dieser dritte Band dabei aber nicht begeistern. Zunächst passiert relativ wenig und dann ungefähr das, was man von Beginn des Bandes an erwartet. Vor allem hat mich aber gestört, dass ich 10 Seiten vor Ende noch den Eindruck hatte, dass eigentlich noch ein Band folgen müsst und dann innerhalb von 3 Seiten alles gelaufen war.

Wenn man die ersten beiden Bände gelesen hat, kann man den dritten sicherlich lesen, um die Geschichte komplett zu haben aber wenn der erste, wie der letzte gewesen wäre, hätte ich wohl nicht weiter gelesen.

Fazit

„Hollow Earth“/“Die hohle Erde“ ist eine Jugenbuchtrilogie mit Stärken und Schwächen. Nach einem noch verhaltenen aber durchaus lesenswerten Beginn im ersten Band, nimmt die Geschichte im zweiten Band richtig Fahrt auf. Der dritte Band ist dann aber, aus meiner Sicht, so schwach, dass ich mich schwer tue, die Reihe zu empfehlen.

Wertung: 3,5/5 Sternen

(Das Bild der beiden Autoren wird unter Creative Commons Lizenz CC BY-SA 3.0 verwendet.)

Kommentare:

  1. Schade für ne Trilogie wenn's stetig abwärts geht. Normalerweise sind's ja immer die zweiten Teile die irgendwie nur wie ne Überbrückung wirken.
    Allerdings muss ich mal sagen, dass mir der Verlag CrossCult in letzter Zeit häufiger untergekommen ist und das was ich dort bisher heraus gefischt hab' war echt gut. *zu Comics schiel*
    Was ich an den englischen Covern lustig finde, sind die O's :P da mussten sie aber auch jedesmal nen Wort mit O finden, was^^ sonst hätten sie die beiden Figürchen gar nicht rein bekommen *kicher. Schade, dass sie das in den deutschen Covern nicht übernehmen konnten... das is ja schon so'n beabsichtigtes Erkennungszeichen.
    Salût Key

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  2. Ich finde die englischen Cover eh wesentlich ansprechender. Wobei die deutschen vielleicht besser zur Zielgruppe passen.

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  3. Die Bücher sind mir auch schon untergekommen und ich habe überlegt, ob das was wäre. Junge Zielgruppe liegt mir derzeit aber nicht so und ehe ich etwas verschenke, lese ich gerne selbst mal rein. Sieht nämlich bisschen gruselig aus.

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    1. Nein, gruselig ist es nicht eher spannend.

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