Dienstag, 30. Juni 2015

[REZENSION] Flammenwüste



Titel: Flammenwüste
Autor: Akram El-Bahay
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
weitere Ausgabe: eBook
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 526
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-404-20756-5
Leseprobe: hier






Flammenwüste ist ein orientalisch angehauchter Fantasyroman aus der Feder von Akram El-Bahay. Das Buch wurde 2015 mit dem SERAPH für das beste Debüt ausgezeichnet. Wenn ihr mehr über den Autor erfahren wollt, lege ich euch dazu mein Interview ans Herz. Mehr über das Buch könnt ihr hier und jetzt erfahren.
Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch lange bewusst ignoriert habe, weil ich gedacht habe: "Nicht noch ein Fantasyroman mit Drachen!" Doch als es dann der SERAPH gewann und auch bei den RPC-Fantasy Awards gut abschnitt, wurde ich neugierig. 

Worum geht es?

Anûr ist der Enkel des Geschichtenerzählers Nûr ed-Din. Als Gerüchte aufkommen, dass ein Drache - ein Wesen an dessen tatsächliche Existenz eigentlich niemand glaubt - Karawansereien und Dörfer niederbrennt, nutzen die beiden die Gunst der Stunde und ziehen aus der Wasserstadt in die am Rande der Wüste gelegene Hauptstadt Nabija, um dort alte Geschichten über Drachen zu erzählen. Als der Sultan einen Drachenexperten sucht und jemanden nach Nûr ed-Din ausschickt, gibt Anûr seiner Neugier nach und geht an seines Großvaters Stelle mit zu Palast. Nachdem er sich dort als nützlicher erweist, als er es wohl selbst für möglich gehalten hätte, ist der Sultan überzeugt, dass Anûr der Richtige ist um seinen Sohn in die Wüste zu begleiten.
Eigentlich soll Anûr die Expedition primär als Chronist begleiten aber schon nach der ersten Begegnug mit dem Drachen ist klar, dass Anûr eine wesentlich wichtigere Rolle zu spielen hat. So beginnt für ihn eine Odyssee durch die Wüste, auf der er auf so manch interessanten Freund und mächtigen Feind trifft. 

Was ist das Besondere an diesem Buch?

Fast alles, was in Deutschland an (klassischer) Fantasy veröffentlicht wird, spielt in einem mittelalterlichen Setting. Von daher ist dieses orientalische Wüstensetting schon etwas außergewöhnliches. Zunächst ist ganze aber eine sehr typische Fantasygeschichte: Ein junger Held, der eigentlich noch gar kein Held ist, zieht auf eine Quest, um ein altes Übel zu beseitigen. Dass diese Quest in einem ungewöhnlichen Setting passiert, ist aber erst einmal fast egal. Etwa zur Mitte des Buches hin verquickt der Autor dann aber die märchenhaften Elemente immer mehr mit den klassischen Fantasyelementen, so dass wirklich etwas besonderes entsteht.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Nach einem wirklich interessanten und spannenden Auftakt, gerät die Geschichte ein wenig zu sehr in die üblichen Bahnen. Nach einem Kapitel habe ich sogar gedacht: "Na toll, jetzt sind sie halt woanders." Gegen Mitte es Buches, wenn die orietalisch-märchenhaften Elemente wichtiger werden, hat es mir dann zunehmend aber besser gefallen. Auf den ersten Blick ist aber auch in der zweiten Hälfte nichts richtig innovativ. Alle überraschenden Wendungen hat man so schon einmal irgendwo gesehen. Selbst die "Bibliothek der ungeschriebenen Bücher" - um euch noch einen  kleinen neugierig machenden Happen hin zu werfen - ist keine komplett neue Idee. ABER die Art und Weise, wie der Autor alle diese Elemente verbindet, ist eben doch etwas besonderes. 

Fazit

In "Flammenwüste" kombiniert er Akram El-Bahay orientalische Märchenelemente mit einer klassischen Fantasyquest und schafft daraus etwas neues. Lesenswert!

Wertung: 4 / 5 Sternen

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