Montag, 8. Juni 2015

[REZENSION] Naris - Die Legenden von Mond und Sonne

Titel: Naris
Reihe: Die Legenden von Mond und Sonne (Band 1 von 3)
Autorin: Lucy Hounsom
Übersetzerin: Barbara Röhl
Verlag: Piper
Format: Klappbroschur
weitere Ausgabe: eBook
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 528
Preis: € 16,99 [D], € 17,50 [A], sFr 22,90
ISBN:  978-3-492-70348-2

Leseprobe: Kapitel 1





Titel: Starborn
Reihe: The Worldmaker Trilogy(Band 1 von 3)
Autor: Lucy Hounsom
Verlag: Tor
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-1447268451










Naris ist der Debütroman der britischen Autorin Lucy Hounsom. Mehr über die Autorin erfahrt ihr im Interview, mehr über das Buch erfahrt ihr hier und jetzt.

Worum geht es?

Naris ist ein klassischer Fantasyroman. Im Mittelpunkt steht die junge Kyndra. Diese ist in einem einfachen Dorf in einer fast unmagischen Welt groß geworden. Die einzige Magie besteht in einem Artefakt, das den jungen Leuten des Dorfes beim Erwachsenwerden einen neuen Namen und ihre Aufgabe im Dorf zuweist. Als das Artefakt bei Kyndras Zeremonie zerbricht und kurz darauf ein katastrophales "Unwetter" droht das Dorf zu zertören, ist sie gezwungen zusammen mit zwei Fremden ihre Heimat zu verlassen. Die Welt außerhalb ihres Dorfes ist aufregender und magischer als sie gedacht hätte...

Was hat mir gut gefallen?

Die Geschichte ist spannend und gut durchdacht. Die Spannung beruht zum einen darauf, dass dem Leser die Welt genau so fremd ist, wie der Protagonistin. Zum anderen beruht sie darauf, dass keine der Figuren - weder Haupt- noch Nebencharaktere - wirklich leicht zu durchschauen ist. In Naris, dem Ort an dem ihre Reise zunächst endet, geben fast alle vor, ihr helfen zu wollen. Als Leser ist einem klar, dass es nicht alle gut mit ihr meinen, doch wer es gut meint, erfährt der Leser erst am Schluss.
Des Weiteren ist mir positiv aufgefallen, dass die  Charaktere zwar durchaus (auch romantische) Gefühle haben, dass aber ihr Liebesleben - insbesondere das der Protagonistin - nicht im Vordergrund steht. Natürlich ist das nicht per se gut oder schlecht, sondern Geschmackssache. Trotzdem gibt es
meines Erachtens zu wenig gute Fantasy mit starken Protagonistinnen, die nicht über ihr Liebesleben definiert werden. Von daher finde ich diesen Punkt sehr positiv.

Was hat mir weniger gut gefallen?

Wenn man den Klappentext gelesen hat und dann auch noch den englischen Titel kennt, ist einem leider schnell klar, worauf die Geschichte im großen und ganzen hinausläuft. Die Details sind schon spannend aber etwa 50 % der "Auflösung" waren mir nach 100 Seiten klar. Das liegt aber - wie gesagt - nicht daran, wie das Buch geschrieben ist, sondern daran, dass man im Vorfeld zu viel erfährt.

Fazit

Naris ist ein klassischer Fantasyroman über eine starke Protagonistin, die aus einer unbedeutenden Position heraus zu Macht kommt. Die Welt ist gut ausgearbeitet und bietet einiges an sense of wonder. Fans von Trudi Canavan oder Karen Miller werden bei Naris sicherlich auf ihre Kosten kommen.

Wertung: 4/5 Sternen

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