Samstag, 25. Juli 2015

[ABGEBROCHEN] Das Mondmalheur


Titel: Das Mondmalheur
Autor: Anette Kannenberg
Verlag: CreateSpace
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: SciFi
Seitenzahl: 496
Preis: € (D) 14,99
ISBN: 978-1500176044

Leseprobe: hier



Das Mondmalheur ist ein skurriler SciFi-Roman, der in der nahen Zukunft angesiedelt ist. Der Roman ist für den Deutschen Phantastikpreis 2015 in der Kategorie Bester Debütroman nominiert.

Die Autorin

Anette Kannenberg wurde 1974 in Berlin geboren. Ihr primäres Standbein sind Illustrationen und Grafikdesign. Mehr über ihre Kinderbuchillustrationen erfahrt ihr auf ihrer Website.

Das Buch

Das Buch ist ein skurriler SciFi-Roman. Die Ideen wurden anderer Stelle mit denen Douglas Adams verglichen; ein Vergleich, den ich grundsätzlich nachvollziehen kann. Da gibt es zum Beispiel einen nachgezüchteten Dodo, ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 22,5, einstellbare Gravitation, nicht immer einwandfrei funktionierende Gentechnik und und und.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Das Buch beginnt mit dem relativ frisch geschlüpften Dodo und seinem "Besitzer". Dieser Auftakt las sich gut, da er skurril und witzig war. Allerdings gibt es auch hier schon Formulierungen, die ich überzogen und als zu gewollt empfunden habe, wie zum Beispiel diesen Satz:

"Das so entstandene Odeur aus Frühlingsfrische und Herbstausdünstung verwirrte sein olfaktorisches System [...]." (S. 7)

Die durchaus unterhaltsame Dodoepisode ist nach 21 Seiten aber auch (vorerst?) vorbei und es beginnen zwei neue Handlungsstränge. Zum einen geht es um zwei Wissenschaftler - einer davon der Ex-Dodobesitzer - die für eine Mondmission angeheuert werden und zum anderen um einen reichen Jugendlichen auf der Erde. Die nächsten 100 Seiten sind durchaus nicht schlecht geschrieben, haben mich aber trotzdem gelangweilt.

Ich denke, primär waren es drei Punkte, die mich gestört haben. Erstens passiert mir auf den Seiten zu wenig. Ich habe ein Viertel des Buches gelesen und hatte nicht das Gefühl, dass die Geschichte wirklich begonnen hat. Zweitens hat mich die Tiefe gestört, mit der verschiedene Dinge erklärt werde. Nehmen wir als Beispiel das neue Element, das auf dem Mond entdeckt wird. Neue chemische Elemente sind in der Science Fiction ja durchaus an der Tagesordnung. Da alle nicht-radioaktiven Elemente, die nach unserem Verständnis möglich sind, entdeckt sind, braucht es dafür also eine ausgefallene Erklärung. Entweder man liefert diese Erklärung oder man verzichtet ganz darauf, aber diese angedeutete Erklärung über die Ordnungszahl empfinde ich als sehr unbefriedigend. Drittens fand ich das Maß an Skurrilität nicht gelungen. Für einen ernsten Roman, was das Buch ja auch nicht sein will, ist mir vieles zu skurril, für einen wirklich skurrilen Roman im Stil eines Douglas Adams oder im Stil vom Rob Grant und Doug Naylor (Roter Zwerg) ist es mir aber zu wenig.

Fazit

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch anderen Lesern gefällt, aber meinen Geschmack hat es, obwohl ich diese Art von Büchern mag, dann doch knapp verfehlt.

Wertung: Für abgebrochene Bücher gibt es keine Sternewertung.



Kommentare:

  1. Schade, dass es dir nicht gefallen hat, ich fand es herrlich erfrischend. Aber so sind wir nun alle verschieden mit unseren Geschmäckern.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Mir ist das Buch gerade bei den letzten TTTs mehrfach als Empfehlung begegnet. Mmh, deine Kritik klingt plausibel und holt mich angesichts der bisher begegneten Begeisterung wieder etwas herunter. Von mir aus hätte ich das Buch sicher nicht gelesen, die Jubelrufe haben mich neugierig gemacht. Deine Kritik wieder dahin gebracht, wo ich am Anfang stand. :-)

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