Donnerstag, 23. Juli 2015

[KURZREZENSION] Tod im Anflug



Titel: Tod im Anflug
Autor: Karin Bergrath
Verlag: Fischer, Scherz
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook, Hardcover (vergriffen)
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Tierkrimi
Seitenzahl: 304 (Hardcoverausgabe)
Preis: € (D) 8,99 | € (A) 9,30 (Taschenbuchausgabe)
ISBN: 978-3-596-18957-1

Leseprobe: hier



Die Nilgans Tom ist das, was einige andere Vögel negativ einen "Domestik" nennen. Er lebt die meiste Zeit auf einem Campingplatz und futtert sich bei den Campern durch. Was niemand ahnt ist, dass Tom auch mit den Menschen TV schaut. Bei machen heimlich, bei manchen auf einem extra bereitgestellten Stuhl. Alles, was im entferntesten Krimi ist, gefällt ihm besonders. Vor Allem CSI und Magnum haben es ihm angetan.

Als der Reiher Neptunus tot aufgefunden ist, schlägt Toms große Stunde: Er beginnt selbst zu ermitteln. Doch bevor er sich versieht, muss er nicht nur den Fall des toten Reihers klären, sondern auch den eines toten Campers, an dem natürlich auch zwei menschliche Kommissare arbeiten. Dabei erweist es sich als sehr nützlich, dass alle Vögel die Menschensprache verstehen. Dass die Menschen die Vogelsprache nicht verstehen, ist natürlich eher hinderlich...

Im Gegensatz zu anderen tierischen Ermittlern aus anderen "Tierkrimis" hat Tom keine grundsätzlichen Probleme das menschliche Verhalten zu interpretieren, da er es in den verschiedenen Krimis gut studiert hat. Trotzdem offenbar Tom eine sehr erfrischend andere Sicht auf die Dinge. Auch seine Sprache ist seinem Gans-Sein sehr schön angepasst. So kann man zum Beispiel lesen, dass der Tod auf leisen Flügeln kommt oder dass Tom etwas auf die Bürzeldrüse geht.

Auch der eigentlich Kriminalfall ist gut durchdacht und bis zum Ende spannend. Die Auslösung am Schluss ist logisch und in sich schlüssig.

Insgesamt kann man sagen, dass sich das Buch sehr unterhaltsam geschrieben ist. Es verbindet auf angenehme Weise die humorvolle Geschichte einer cleveren Gans mit der Spannung eines Krimis.

Wertung: 4/5 Sternen

Dank an den Scherz Verlag für das Leseexemplar.

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