Samstag, 25. Juli 2015

[REZENSION] Die Feenjägerin


Titel: Die Feenjägerin
Originaltitel: The Falconer
Reihe: The Falconer, Vol. 1
Autorin: Elizabeth May
Übersetzerin: Kathrin Wolf
Verlag: Heyne
Format: Paperback
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 400
Preis: € 13,99 [D] | € 14,40 [A] | CHF 19,50
ISBN: 978-3-453-31609-6

Leseprobe: hier

Die Feenjägerin ist der erste Band einer auf drei Bände angelegten Fantasy-Reihe der britischen Autorin Elizabeth May.

Die Autorin
Elizabeth May

Elizabeth May wurde in Californien geboren und lebt heute mit ihrem Mann in Edinburgh, Schottland.  Sie hat in Sozialanthropologie promoviert. Ihr Spezialgebiet ist Folklore.

Mehr über sie gibt es auf ihrer Homepage zu erfahren.

Das Buch

Das Buch spielt im Edinburgh eines alternativen Schottlands des Jahres 1844. Alternativ ist diese Vergangenheit aus zwei Gründen. Zum einen gibt es wesentlich mehr Technologie als es im realen Jahr 1844 gab: Elektrizität, motorgetrieben Fahrzeuge und sogar Fluggeräte. Insofern kann man verstehen, dass das Buch gelegentlich als Steampunk bezeichnet wird. Allerdings sind die Gerätschaften nicht dampfgetrieben und stehen auch nicht im Mittelpunkt der Erzählung. Zum anderen unterscheidet sich die beschriebene Welt dadurch von der realen, dass die Feenwesen der schottischen Mythologie real sind.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht die junge Adelige Aileana Kameron. Bis zum Tod ihrer Mutter war ihr Hauptinteresse - wie es sich für eine junge Dame ihrer Zeit gehört - den passenden Ehemann zu finden. Seitdem hat sich alles verändert, denn sie hat an diesem Tag zum ersten Mal eine Fee gesehen und weiß jetzt, dass es tatsächlich Feen gibt und das eine von ihnen ihre Mutter getötet hat. Jetzt versucht sie bei Tag einen normalen Eindruck aufrecht zu halten, während sie bei Nacht Jagd auf Feen macht.

Was hat mir gut gefallen?

Das Buch ist wirklich kurzweilig zu lesen. Von der ersten Seite an schlägt die Autorin ein durchgehend hohes Tempo an. Die Kapitel sind im Schnitt etwa 10 Seiten lang und spätestens nach drei Kapiteln beginnt auch schon die nächste Szene.

Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Geschichte recht einfach beginnt, dann aber mehr und mehr Ebenen dazu gewinnt. Erst scheint es nur um die Feenjagd zu gehen. Dann kommt die Möglichkeit dazu, das es auch gute Feen geben könnte. Etwas später wird angespannte Verhältnis zwischen der Protagonistin und ihrem Vater wichtig. Dann spielt Aileans Gefühlsleben plötzlich doch eine Rolle, und schließlich geht es dann auch noch um das Allgemeinwohl.

Was hat mir weniger gut gefallen?

Auch wenn das Buch sehr kurzweilig und spannend zu lesen ist, muss man doch sagen, dass es eine sehr einfache und anspruchslose Lektüre ist. Vor allem den Charakter der Protagonistin fand ich zu eindimensional. Aileana wurde gerade durch den Mord an ihrer Mutter durch eine Fee aus ihrem normalen Leben herausgerissen aber sie scheint sich in keinerlei Konflikt zu befinden. Alles was sie will ist Rache und ihrem alten Leben trauert sie überhaupt nicht nach. Das ist mir ein bisschen zu einfach.

Fazit

Die Feenjägerin ist im Prinzip Buffy im 19 Jahrhundert mit bösen Feen statt Vampiren. Dabei ist die Geschichte nicht besonders anspruchsvoll, dafür aber sehr kurzweilig und unterhaltsam. Ich habe das Buch quasi am Stück verschlungen.

Wertung: 4/5 Sternen

Vielen Dank an Random House für das Rezensionsexemplar.

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