Sonntag, 19. Juli 2015

[REZENSION] Die Tore zur Dämmerung


Titel: Die Tore zur Dämmerung
Originaltitel: Les Chiffoniers
Reihe: Die Saga von Licht und Schatten 3
Autor: Pierre Grimbert
Übersetzer: Sonja Finck und Nadine Püschel
Verlag: Heyne
Format: Klappenbroschur
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2015 (Original 2014)
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 384
Preis: € 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90
ISBN: 978-3-453-31564-8

Leseprobe: hier

Die Tore der Dämmerung ist der dritte Band von Pierre Grimberts Die Saga von Licht und Schatten, die ich in Anlehnung an den französischen Originaltitel gerne die Gonelore-Saga nenne.

Der Autor
Pierer Grimbert (2013)

Pierre Grimbert wurde 1970 in Lille geboren. Bevor er in Bordeaux Buchwissenschaften und Publizistik studierte, hat er als Bibliothekar gearbeitet. Heute lebt er mit seiner Familie in Nordfrankreich, wo er Fantasy- und Kinderbücher schreibt.

Bekannt wurde er mit seiner Magier-Saga (franz. Le Secret de Ji) für die er in Frankreich mit dem angesehenen "Prix Ozone" ausgezeichnet wurde.


Das Buch

Wie bereits erwähnt ist dies der dritte Band der Gonelore-Saga. Im französischen Original umfasst die Saga mittlerweile fünf Bände. Eine Übersetzung der weiteren Bände scheint im Moment jedoch nicht geplant zu sein. Zumindest endet das Buch mit dem Hinweis:

"So endet

Die Tore der Dämmerung

der dritte und letzte Band der
Saga von Licht und Schatten"

Aber keine Sorge, auch wenn es am Ende noch hinreichend Anknüpfungspunkte gibt, ist der zentrale Handlungsbogen, der im ersten Band aufgeschlagen wird, mit diesem Band abgeschlossen.  

Doch worum geht es überhaupt?

Der Inhalt

Die Welt Gonelore wird Wesen aus anderen Dimensionen (Chimären genannt) heimgesucht und wäre schon lange überrannt worden, würde sich nicht die Bruderschaft der Weltwanderer immer wieder mutig gegen diese Kreaturen stellen. Doch die letzte große Invasion der Chimären ist eine Weile her und da viele Menschen nicht an eine Gefahr glauben, ist der Orden nicht mehr so stark wie früher. Doch die Weltwanderer wissen, dass die Gefahr so groß ist, wie schon lange nicht mehr. Wird der Orden bereit sein, wenn seine Stärke wieder benötigt wird?

Aber nicht nur von außen droht Gefahr, auch innerhalb des Ordens gärt es. Durch Intrigen, Verrat und teilweise auch offene Rebellion ersuchen verschiedene Weltenwanderer die Führung des Ordens, bzw. der im Zentrum der Handlung stehenden Ordensburg Zauberranke, zu übernehmen.

Über den Inhalt des dritten Bandes möchte ich gar nicht zu viel konkretes verraten. Nur so viel: Er setzt unmittelbar da an, wo Band 2 aufgehört hat und bringt die offenen Handlungsstränge zu einem Ende. Auch das Rätsel um Lehander und den Drachen Wobiax, das den Leser von Beginn des ersten Bandes an begleitet, wird aufgelöst.

Meine Meinung

Für seine neue Fantasy-Reihe hat Pierre Grimbert eine komplett neue Welt entworfen. Wer ein ähnliches Setting wie in den drei Reihen um die Insel Ji (Magier/Krieger/Götter) erwartet, wird aber nicht enttäuscht werden. Auch wenn die Details neu sind, ist die Grundidee doch ähnlich. Das gilt auch für den Erzählstil. Wieder gibt es eine Vielzahl von glaubwürdigen Charakteren, die alle ihre eigene Geschichte haben. Alle Protagonisten der Reihe gehören irgendwie zu den Weltwanderer. Sie sind entweder mehr oder weniger erfahrene Ordensmitglieder oder deren Schüler. Tatsächlich spielt ein großer Teil der Reihe in der Ordensburg Zauberranke. Anders als bei anderen Büchern, die in "Zauberschulen" spielen, liegt der Fokus aber nicht nur auf den Schülern, sondern auch auf den Lehrern. 

Das Erzähltempo des dritten Bandes ist wesentlich höher als in den beiden Vorgängerbänden. Für reine Innenbetrachtungen der Protagonisten bleibt dieses mal keine Zeit; die Geschichte schreitet stetig voran.

Wie bereits erwähnt wird das Rätsel um Lehander und Wobiax aufgelöst. Auch über die seit Band 2 mehrfach erwähnten Tuchwanderer erfährt man wesentlich mehr. In beiden Fällen muss ich sagen, dass die Auflösung sehr schlüssig ist und gut zur Geschichte passt. Allerdings fehlte mir in beiden Fällen ein wenig der Wow-Faktor oder, wie man es bei Fantasy gerne nennt, der sense of wonder.

Nachdem die Handlung der "Trilogie" abgeschlossen ist, wird auf dem letzen Seite noch die Grundlage für die Fortsetzung gelegt. Von daher fände ich es schade, wenn Heyne die nächsten Bände wirklich nicht übersetzt. 

Fazit

Die Tore der Dämmerung ist der gelungene Abschluss Der Saga von Licht und Schatten.

Wertung: 4/5 Sternen

Vielen Dank an Random House für das Rezensionsexmplar.

Das Foto von Pierre Grimbert wurde von diesem selbst online gestellt und wird unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz verwendet.

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