Donnerstag, 3. September 2015

[KURZREZENSION] Areon von Lars Neger




Titel: Areon
Autor: Lars Neger
Verlag: Ammianus-Verlag
Format: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Phantastik
Seitenzahl: 376
Preis: € 13,90 [D] (z.Z. vergriffen)
ISBN: 978-3-9812285-8-8
Leseprobe: hier



Areon - Der Weg des Schwertes ist der erste Band einer auf vier Bände angelegten Reihe. Areon ist der Phantastik zuzuordnen, ist aber keine Fantasy. Geschildert wird eine fiktive Welt, die an das irdische Mittelalter angelehnt ist. So findet man zum Beispiel einen mächtigen Adel, der eng mit einer mächtigen Kirche verwoben ist, eine alte ("heidnische") Religion, die langsam von dieser neuen Kirche verdrängt wird, Freie und Leibeigene, die auf dem Land leben und und und... Übernatürliches kommt in diesem ersten Band (primär) nur in Geschichten vor. Die Handlung legt aber insgesamt nahe, dass die Welt im Laufe der nächsten Bände durchaus noch ein wenig "magischer" werden könnte. Insofern hat es mich ein wenig an die Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin erinnert.
In anderer Hinsicht unterscheidet es sich aber stark von Martins Meisterwerk. Während dieser dem Leser viele Erzählperspektiven bietet, beschränkt sich der Autor hier auf eine; womit wir dann auch bei der eigentlichen Handlung wären.

Erzähler und (Anti-)Held der Geschichte ist Areon. Im ersten Kapitel, das gleichzeitig eine Art Prolog ist, erfährt der Leser, dass Areon gejagt wird. Während er früher offenbar hoch angesehen war, ist er nun als der Eidbrecher bekannt. Nach gerade einmal einer Seite endet der Prolog dann auch schon mit den Worten, die für meinen Geschmack die Stimmung des Buches sehr gut wieder geben: "Das ist mein Leben, das ist mein Schicksal. Mein Name ist Ayrik Areon, und hier endet meine Geschichte." Im weiteren Verlauf bekommt Areon dann die Gelegenheit diese Geschichte zu erzählen. Seine Kindheit und Jugend, sein gesellschaftlicher Aufstieg und sein tiefer Fall. Letzterer ist jedoch schon nicht mehr Gegenstand dieses ersten Bands.

Insgesamt hat mich das Buch auch an "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss erinnert. Beide Bücher erzählen eine sehr glaubwürdige Lebensgeschichte eines einfachen Jungen, der zu großem Ansehen kam und schließlich tief fiel, dabei aber stets an seinen eignen Grundsätzen festhielt.
Aus meiner Sicht ist Areon ein mehr als gelungenes Buch und eine eindeutige Leseempfehlung für alle die phantastische Geschichten abseits des Fantasy Mainstreams mögen.

Wertung: 4,5/5 Sternen

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