Donnerstag, 3. September 2015

[KURZREZENSION] Interview mit dem Teufel von Jens Böttcher




Titel: Interview mit dem Teufel
Autor: Jens Böttcher
Verlag: Brendow
Format: Klappenbroschur
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: christliches Drama
Seitenzahl: 192
Preis: € 12,95 [D]
ISBN: 978-3-86506-348-9
Leseprobe: hier



Interview mit dem Teufel von Jens Böttcher ist ein kurzes Drama in zwei Akten. Zur Handlung: Ein Mann, der behauptet der Teufel zu sein, gibt eine Pressekonferenz in einer Kleinstadt. Während die Anfänge und Enden der beiden Akte eine teils mehr, teils weniger gelungene Mischung aus interessanter Handlung und theologischem Dialog des Teufels mit den Journalisten darstellt, ist es im Mittelteil beider Akte leider so, dass die Handlung völlig in den Hintergrund tritt und der Teufel einen theologischen Monolog hält, bei dem die anwesenden Journalisten nur noch Stichwortgeber sind. Thematisch ist es so, dass der Teufel sich im ersten Akt mit dem Alten Testament und im zweiten Akt mit dem neuen Testament auseinandersetzt. Dabei gelingt es dem Teufel (oder besser gesagt dem Autor) die meisten theologischen Klippen weiträumig zu umschiffen. Lediglich an ein oder zwei Stellen wird das Buch ein wenig provokant. Am Ende steht eine eindeutige theologische Botschaft, die ich hier nicht wiedergeben möchte, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Nur so viel: Es ist eine Botschaft, die die meisten wohl vom Teufel nicht erwarten würden.

Insgesamt hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Das liegt zum Teil an der Botschaft, die am Ende steht, aber vor Allem daran, dass es entweder ein theologisches Werk mit zu viel Rahmenhandlung und zu wenig Neuigkeitswert ist oder eine Geschichte mit zu wenig Handlung.

Wertung: 3/5 Sternen

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