Sonntag, 6. September 2015

[REZENSION] Pawn of Prophecy von David Eddings



Titel: Pawn of Prophecy
Reihe: Belgarid Vol. 1
Autor: David Eddings
Verlag: Del Rey
Format: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1982
Genre: Epic Fantasy
Seitenzahl: 272
Preis: US $ 7,99 (gekauft für 6 €)
ISBN: 978-0-345-33551-7

Leseprobe: hier



Heute möchte ich euch einen echten Fantasy-Klassiker vorstellen: Den ersten Band der Belgariad-Saga von David Eddings. Sowohl die deutsche Ausgabe von Bastei Lübbe als auch die von Knauer sind leider beide vergriffen. Deshalb habe ich zur US-Ausgabe gegriffen.

Der Autor:

David Eddings (1931-2009) war ein amerikanischer Autor, der ab 1973 Bücher veröffentlicht hat. Erfolgreich wurde er allerdings erst, als er in den 80ern anfing Fantasy zu schreiben. Seine Frau Leigh Eddings war Co-Autorin aller seiner Bücher, wurde aber erst ab Mitte der 90er als solche gekennzeichnet, da Eddings Verleger Lester del Rey nichts davon hielt, mehrere Personen als Autor eines Buches anzugeben. Seine Bücher waren so erfolgreich, dass er nach seinem Tod mindestens 28 Millionen US$ (an das Reed College und Natiional Jewish Medical and Research Center) vererben konnte.

Das Buch:

Pawn of Prophecy/Das Kind der Prophezeiung ist der Auftakt zur 5-bändigen Belgariad-Saga. Wie man es bei einem Buch aus den 80ern erwarten kann, ist es sehr klassische Fantasy. Im Endeffekt geht es um einen Jungen mit einem mächtigen Erbe, von dem er jedoch nichts weiß, der die Welt retten muss. aber fangen wir am Anfang an.

Das Buch beginnt mit einem längeren Prolog der die Welt und die Götter vorstellt. Nnach ist klar, dass es um den "orb of Aldur" gehen wird, ein mächtiges Artefakt, mit dem der böse Gott Torak die Welt unterwerfen könnte und das ausgewählte Menschen vor ihm beschützen, da die "guten" Götter beschlossen haben, nicht direkt gegen Torak zu kämpfen, da dieser Kampf die Welt zertören würde.

Die eigentliche Handlung beginnt dann mit dem noch kindlichen Protagonisten Garion, der bei seiner Tante Pol au einer großen Farm aufwächst. Während der Leser Garion erst als Kind und später als Jugendlichen erlebt, wird klar, dass Garion wohl etwas besonderes ist. Zum einen taucht immer wieder eine Gestalt auf, die ihn beobachtet, zum anderen scheint er eine innere Stimme zu haben, die nicht sein Gewissen, sondern etwas anderes ist. Durch einen reisenden Geschichtenerzähler erfährt er eine Geschichte die eng mit dem Prolog zusammenhängt und die für den Leser im Prinzip die Fortsetzung des Prologs darstellt.

Als der Geschichtenerzähler eines Tages zurückkehrt und berichtet, dass er einen Dieb verfolgt, beginnt für Garion das Abenteuer seines Lebens.

Meine Meinung:

Eddings hat dieses Buch geschrieben, nachdem er überrascht feststellt hatte, dass der Herr der Ring Jahrzehnte nach dem Erscheinen immer noch verkauft wurde. Das merkt man dem Buch durchaus an, da es von der Grundidee sehr ähnlich ist. Allerdings erzählt Eddings seine Geschichte sehr geschickt. Es gibt ein paar Punkte, die dem Leser sehr schnell klar werden; lange bevor Eddings es wirklich schreibt. Es gibt aber auch vieles, das er lange im Dunkeln lässt. Zum Beispiel wird in diesem ersten Band noch nicht vollständig klar, was das Besondere an Garion ist. Auch seine Reisegefährten lernt man erst nach und nach besser kennen.

Eine Besonderheit der Geschichte ist wohl, dass Eddings komplett auf Elfen, Zwerge, Orks und ähnliches verzichtet und sich nur verschiedener Menschenvölker bedient. Einerseits hat mir das gut gefallen, da diese klassischen Fantasy-Rassen (mittlerweile) sehr klischeeüberladen sind. Andererseits weißt Eddings den verschiedenen Menschenvölkern auch ganz eindeutige Eigenschaften zu, so dass man es schon fast als rassistisch empfinden kann. Bei der Schilderung der bösen und verschlagenen Murgos musste ich zum Beispiel die ganze Zeit an Goblins denken.

Auch wenn natürlich klar ist, dass die Guten am Ende des letzten Bandes wohl gewinnen werden, war das Buch spannend zu lesen.

Fazit:

Pawn of Prophecy/Das Kind der Prophezeiung, der Auftakt zur 5-bändigen Belgariad-Saga, ist ganz klassische Fantasy und sicherlich eins der besten Fantasy-Bücher seiner Zeit. Aus meiner Sicht hätte es eine neue, deutschsprachige Ausgabe verdient.

Wertung: 4/5 Sternen

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