Sonntag, 4. Oktober 2015

[REZENSION] Frontiersmen - Höllenflug nach Heaven's Gate



Titel: Frontiersmen - Höllenflug nach Heaven's Gate
Autor: Wes Andrews (Bernd Perplies)
Reihe: Frontiersmen (Band 1)
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
weitere Ausgabe: eBook
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 413
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-404-20797-8
Leseprobe: hier





Frontiersmen - Höllenflug nach Heaven's Gate ist der Titel des neusten Buches von Bernd Perplies. Es wurde unter dem Pseudonym Wes Andrews veröffentlicht. Wenn ihr wissen wollt, was es mit dem Pseudonym auf sich hat, schaut euch mein Interview mit Bernd Perplies an. Das Buch ist ein Art Western im Weltraum.

Worum geht es?

Das Buch ist - wie gesagt - eine Art Western im Weltraum. Wer bei Western und Weltraum an die TV Serie Firefly denkt, hat genau die richtige Assoziation. Von genau dieser Serie, die viele Fans hat, obwohl sie schon nach einer Staffel abgesetzt wurde, ist das Buch tatsächlich massiv inspiriert.

Das Buch spielt in der nicht all zu fernen Zukunft. Mit Hilfe der grünhäutigen Alienrasse der Peko, haben die Menschen den Sprung aus ihrem eigenen Sonnensystem heraus geschafft. Sobald sie technisch weit genug waren, haben die Menschen dann das gemacht, was menschliche Entdecker schon immer getan haben: Sie haben die vorgefundenen Einwohner unterdrückt. Mittlerweile ist der Mensch der Herrscher über das bekannte Universum, während die Peko unterdrückt werden. In den zentralen Welten halten Regierungen und mächtige Konzerne die Ordnung aufrecht. An den Rändern des dem Menschen bekannten Raums geht es aber rauer zu. Einfacher gesagt: In den Randwelten geht es zu, wie damals im irdischen Wilden Westen.

Einer der Glücksritter, die in den Randwelten ihr Glück suchen ist John Donovan der Captain des Cambria-Klasse Frachters Mary-Jane Wellington. Mit seiner bunt zusammen gewürfelten Crew versucht er mit größtenteils legalen Jobs sein Auskommen zu bestreiten. Zu Beginn des Buches steht er aber vor dem Problem alte Schulden dringend begleichen zu müssen. Da ihm nichts besseres einfällt, beschließt er Fracht und Passagiere durch einen von einem Peko-Aufstand gebeutelten Sektor nach Heaven's Gate zu transportieren. Schnell findet sich die verschiedensten Passagiere ein und wirklich jedem ist klar, dass nicht jeder von ihnen die Wahrheit sagt, warum er so dringend nach Heaven's Gate muss.

So beginnt für die Mary-Jane Wellington eine abenteuerliche Reise, auf der der Crew und den Passagieren nicht nur durch die Peko Gefahr droht.

Was hat mir gut gefallen?

Die Grundidee, eine Buchreihe in einem ähnlichen Setting wie Firefly spielen zu lassen, fand ich großartig, denn auch ich bin ein großer Fan dieser Serie. Es gibt sehr viele Parallelen, an denen ich meine Freude hatte. Gleichzeitig ist es aber auch weit genug davon weg, um wirklich ein selbständiges Setting zu sein. Durch die unterdrückten Peko kommt sogar noch einmal eine interessante Dimension hinzu.

Auch die technischen Aspekte, die ein SciFi-Roman zwangsweise hat, wurden gut gelöst. Es gibt eine Art des Reisens unterhalb der Lichtgeschwindigkeit und auch eine Möglichkeit schneller als das Licht an ferne Orte zu reisen. Beides ist glaubhaft geschildert, ohne den Leser mit großen technischen Ausführungen zu belasten.

Alles in allem ist die Story spannend und vor allem unterhaltsam.

Was hat mir weniger gut gefallen?

Eigentlich habe ich nur einen echten Kritikpunkt. Die wahren Geschichten und Absichten der Passagiere finde ich ein wenig übertrieben. Ich will nicht spoilern. Daher nur so viel, dass hier meiner Meinung nach weniger mehr gewesen wäre.

Fazit:

Frontiersmen - Höllenflug nach Heaven's Gate ist ein kurzweiliger Weltraumwestern, der nicht nur Fans der TV Serie Firefly gut unterhalten wird.

Wertung: 4/5 Sternen


Kommentare:

  1. *grinst sich einen*
    Direkt weiter zum Interview hüpf*

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  2. Auf diese Rezi von dir hab ich ja schon gewartet, da mich das Buch auch interessiert. Ich habe zwar weder Firefly gesehen (ja, Schande über mich ;)) noch Western gelesen, aber ich mag den Autor gerne und wollte auch schon länger mal nen "richtigen" SF-Roman lesen :D Du machst auf jedenfall Lust auf das Buch.
    *auch mal weiter zum Interview hüpf*

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    1. Ich weiß nicht, ob ich es als "richigen" SciFi-Roman bezeichnen würde. Eher nicht. Aber es spielt in der Zukunft, ist unterhaltsam und bestimmt kein schlechter Einstieg, wenn man noch keine SciFi kennt.

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  3. Naja, richtig im Vergleich zu Dystopien, die ja auch oft bei Science Fiction eingeordnet werden ;)

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    1. Ja, au jeden Fall "richtiger" als Dystopien.

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  4. Hallöchen!
    Da ich vorhabe in das SciFi-Genre einzusteigen, unterwerfe ich mich mal deiner Expertise und werde mit diesem Roman anfangen. Das scheint mir etwas Gutes zu sein, um mal reinzuschnuppern.
    LG, m

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