Sonntag, 11. Oktober 2015

[SETTING SUNDAY] #2 Doctor Who


Herzlich willkommen zu meinem zweiten Setting Sunday. Es ist schon wieder der zweite Sonntag im Monat und somit Zeit für mich, euch ein neues Roman-Setting vorzustellen. Auf Grund technischer Probleme, kommt der Post diesmal nicht wie angekündigt morgens, sondern erst abends. Aber kommen wir zur Sache. Das Setting des Monats ist ... Doctor Who.



Das Doctor Who Logo (2010 - 2011)

Doctor Who lässt sich im Prinzip mit einem einzelnen Satz erklären. Genau so gut könnte man aber auch Bücher über dieses Thema schreiben und das ist auch schon mehrfach passiert. Ich werde versuchen einen Mittelweg zu finden, der weit näher an dem einen Satz ist, als am Buch.

Der eine Satz könnte zum Beispiel lauten: "Doctor Who ist eine Serie über einen zeitreisenden Außeridischen, der regelmäßig die Welt, die erstaunlich häufig tatsächlich die Erde ist, rettet."

Ja, ich gebrauche bewusst das Wort "Serie". In erster Linie ist Doctor Who eine TV Serie, die seit 1963 von der BBC produziert wird. Von 1963 bis 1989 wurden 26 Staffeln produziert. 1986 gab es einen Doctor Who Fernsehfilm und 2005 den Neustart der Serie, die nun umgangssprachlich New Who genannt wird. Zur Zeit läuft die (neue) 9. Staffel. Schon sehr früh gab es auch Romane und Anthologien zur Serie. Bei Romanen zu Serien bin ich grundsätzlich sehr skeptisch, aber bei Doctor Who sind wirklich häufig gute Bücher dabei.



Aber sprechen wir über den Inhalt. Wie der Titel schon sagt, ist die zentrale Figur Doctor Who. Falsch! Die zentrale Figur nennt sich lediglich der Doctor. "Doctor who?", ist ein Running Gag in der Serie, der daraus resultiert, dass der Doctor sich immer nur als "der Doctor" vorstellt. Aber ich schweife ab. Der Doctor ist ein Außerirdischer vom Planeten Gallifrey. Die Bewohner des Planets Gallifrey unterscheiden sich äußerlich nicht von Menschen. Bei näherer Untersuchung stellt man allerdings fest, dass ihre Anatomie nicht identisch ist. So haben sie zum Beispiel zwei Herzen. Der größte Unterschied besteht allerdings darin, dass sie sich im Todesfall regenerieren können, d.h. ihr Körper erneuert sich und nimmt eine neue Gestalt an. Auch ihre Persönlichkeit ändert sich dabei ein wenig. Im Normalfall können sie 12 mal regenerieren, bevor sie endgültig sterben. Des Weiteren ist wichtig zu wissen, dass die Gallifreyer eine der fortschrittlichsten Zivilisationen im Universum sind und schon vor langer Zeit herausgefunden haben, wie man in der Zeit reisen kann. Das macht sie zu einer Art "Zeitpolizei" und hat ihnen dem Namen Timelord eingebracht.

Der Doctor hat sich früh von den anderen Timelords losgesagt, indem er sich eine Mark 40 TARDIS "borgte" und auf eigene Faust aufbrach. TARDIS steht für "time and relative dimensions in space". Eine TARDIS ist im Prinzip eine lebende Zeitmaschine. Jede TARDIS hat einen Tarnmechanismus, der es ihr erlaubt sich unbemerkt überall zu materialisieren. Der Tarnmechanismus der TARDIS des Doctors ist allerdings defekt und auf der Einstellung "blaues, britisches Polizeinotrufhäuschen, wie es in Großbritannien von den 1920er bis in die 1970er benutzt wurde" stehen geblieben.

echte Police Box in Glasgow (Bild verwendet unter der Lizenz CC BY-NC 2.0)
Seitdem reist der Doctor durch Raum und Zeit und erlebt Abenteuer, die meist damit enden, dass er irgendwas oder irgendwen rettet. Dabei geht er jederzeit clever und immer so pazifistisch wie möglich vor. Viele seiner Abenteuer führen ihn auf die Erde, für die er mittlerweile eine besondere Zuneigung hegt. Die meiste Zeit hat er 1-2 Mitreisende - Companions genannt - die ihn begleiten. Diese Mitreisenden sind fast immer von der Erde und häufiger weiblich als männlich.

Falls ihr anfangen wollt Doctor Who zu schauen oder zu lesen, würde ich euch raten, mit der TV Serie anzufangen. Die Bücher sind teilweise wirklich gut, aber eher eine Ergänzung zur Serie. Um in die Serie einzusteigen, gibt es meiner Meinung nach zwei gute Punkte. Man kann natürlich mit der allerersten Folge aus dem Jahr 1963 anfangen. Sie trägt den Titel An Unearthly Child. Allerdings sind schwarz-weiß Serien aus den 60ern nicht jedermanns Sache. In diesem Fall bietet sich die erste Folge des Re-Launchs an. Sie trägt den Titel Rose und ist bestens geeignet, um ohne Vorkenntnisse einzusteigen. Einen Einstieg mitten in einer Staffel kann ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen.

Ich hoffe, ich habe euch ein wenig neugierig machen können. Wenn nicht, dann wisst ihr jetzt wenigstens, worüber ich schreibe, wenn es hier mal wieder um einen Doctor Who Roman geht.



Kommentare:

  1. Ich liebe Doctor Who :) Muss allerdings gestehen, dass ich auch erst mit "Rose" eingestiegen bin. Aber die Serie ist wirklich großartig. Der Folgenkonsum ist bei mir sehr wellenartig. Mal suchte ich ne Staffel durch und dann schaue ich wieder wochenlang gar nicht. Zur Zeit pausiere ich wieder, da ich das Ende vom elften Doctor bedauer. Ich fand Eleven großartig! Im Gegensatz zu Ten, den ja alle lieben und ich sehr schrecklich fand. Ich kenne den zwölften schon durch das Weihnachtsspecial letztes Jahr. Ich fand ihn toll und denke Capaldi ist ein toller Doctor. Trotzdem möchte ich noch etwas Eleven vermissen. *seufz*

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    1. Eleven hat mir von den neuen Doctoren tatsächlich am wenigsten gefallen. Beim ersten Schauen fand ich Nine am besten und beim zweiten Schauen Ten. David Tennant ist einfach genial. Mittlerwele habe ich auch ein paar andere Serien mit ihm gesehen (Politician's Husband, Broadchurch,...) uund ich finde ihn immer genial. Von Doctor Who habe ich mittlerweile auch einiges von der alten Serie gesehen und mein Lieblingsdoctor ist eindeutig Four, also Tom Baker.

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