Freitag, 2. Oktober 2015

[TAG] Liga der über Bücher bloggenden Gentlemen


Hallo ihr Lieben,

als männlicher Buchblogger habe manchmal ich das Gefühl, zu einer schützenswerten Minderheit zu gehören. Als ich darüber nachgedacht habe, warum wesentlich mehr Frauen über Bücher bloggen als Männer, hatte ich die Idee zu diesem TAG. Warum nicht die männlichen Blogger einmal selbst zu Wort kommen lassen?


Die Regeln:

-du darfst in deinem Post gerne das Logo verwenden
-verlinke den Blog des Bloggers, der dich nominiert hat
-beantworte die Fragen
-nominiere selbst mehrere männliche Blogger, die (mindestens schwerpunktmäßig) über Bücher bloggen


Die Fragen:

0.) Stell dich bitte kurz vor! (optional)
1.) Warum bloggst du?
2.) Was für Bücher liest du?
3.) Wer ist dein Lieblingsautor?
4.) Welches ist dein Lieblingsbuch?
5.) Wie bist du auf den Namen für deinen Blog gekommen?
6.) Was ist das Besondere an deinem Blog?
7.) Was macht für dich ein gutes Buch aus?
8.) Wie entscheidest du, welches Buch du kaufst?
9.) Rezensierst du jedes Buch, das du liest?
10.) Fällt es dir schwerer bei einem Rezensionsexemplar objektiv zu sein als bei einem selbst gekauften Buch?
11.) Die Gretchenfrage: Was denkst du? Warum bloggen weniger Männer über Bücher als Frauen?

Meine Antworten:

0.) Stell dich bitte kurz vor! (optional)

Mein Name ist André und ich wurde im letzten Jahrtausend im Herzen des schönen Ruhrgebiets geboren. Mittlerweile wohne ich mit meiner Frau und meinen beiden Hunden in Aachen.

Lesen ist mein ältestes Hobby, denn ich lese gerne und viel seit ich lesen kann. Zu meinen weiteren Hobbies gehören anspruchsvolle Brettspiele, pen & paper Rollenspiele und seit zwei Jahren das Sportbogenschießen.

1.) Warum bloggst du?

Angefangen hat es damit, dass ich Rezensionen für verschiedene Portale - allen voran Lovelybooks - geschrieben habe und dachte, dass es schön wäre, sie auf einer eigenen Seite zu posten. Das hat dann so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt nicht nur Rezensionen, sondern auch viel drum herum poste.

2.) Was für Bücher liest du?

Ich liebe phantastische Literatur in allen Ausprägungen. Von klassischer Fantasy, über modernere Ausprägungen wie "funny fantasy" bis zu Horror. Außerdem mag ich humorvolle Bücher. Aber ich lese auch gerne Klassiker und anspruchsvolle Gegenwartsliteratur. Aber rein mengenmäßig liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Phantastik.

3.) Wer ist dein Lieblingsautor?

Ganz eindeutig Terry Pratchett. Des Weiteren zählen Lovecraft, Poe, Rothfuss, von Aster, Robert Rankin und Markolf Hoffmann zu meinen Favoriten. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Autoren, deren Bücher ich mir definitiv mindestens ansehe, wenn neue herauskommen: Robert Corvus, Judith Vogt, Tobias O. Meißner, Tad Williams, Pierre Grimbert,...

  4.) Welches ist dein Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsroman ist Der Name des Windes. Rothfuss erzählt mit so viel Liebe zum Detail und mit so einem unglaublichen Sprachgefühl, dass es eine helle Freude ist. Aus meiner Sicht setzt das Buch den Maßstab, an dem sich moderne Fantasy messen lassen muss.

5.) Wie bist du auf den Namen für deinen Blog gekommen?

Dass es irgendwas mit "Bibliothek" sein sollte, stand sofort fest. Dann habe ich überlegt, in welchen Büchern beeindruckende Bibliotheken vorkommen. Zu meinen Lieblingsbüchern sind mir drei Bibliotheken eingefallen: Die Bibliothek der unsichtbaren Universität (Scheibenwelt, Terry Pratchett), die Universität der Arkham University (Cthulhu Mythos, H. P. Lovecraft) und die Bibliothek der Universität, in der der Protagonist aus Der Name des Windes studiert. Letzteres habe ich zu der Zeit gerade als Hörbuch gehört. Die Bibliothek ist im Buch nicht direkt in der Stadt Imre sondern in der Universität, die außerhalb der Stadt liegt, aber der Protgonist will anfangs nach Imre, weil er von der großen Bibliothek von Imre gehört hat.

6.) Was ist das Besondere an deinem Blog?

Das Besondere - nicht im Sinne von besonders gut, sondern im Sinne von anders - an meinem Blog ist die Auswahl an Büchern, die ich vorstelle. Ich nehme an einigen wöchtentlichen Mitmachaktionen teil, bei denen Bücher vorgestellt werden und ich stelle fest, dass ich zu 90 % oder mehr andere Bücher auswähle als die anderen Teilnehmer.

Außerdem bemühe ich mich um interessante Autoreninterviews, in denen ich möglichst wenige Standardfragen stelle.  Das ist natürlich nichts, was nur ich mache, aber es ist etwas, das mir wichtig ist und wobei ich mir besondere Mühe gebe.

7.) Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Besonders gerne habe ich Bücher, die gleichzeitig intelligent und unterhaltsam sind, aber ich habe auch nichts gegen richtig leichte Kost. Im Endeffekt ist ein Buch gut, wenn es den Leser unterhält.

8.) Wie entscheidest du, welches Buch du kaufst?

Das Cover ist neben einem interessanten Titel, einem mir bekannten Autoren und Meinungen, die ich gehört oder gelesen habe, einer der Hauptgründe, warum ich in der Buchhandlung ein Buch in die Hand nehme, um mir den Klappentext anzusehen. Letztendlich entscheidet aber meist der Klappentext und das Lesen der ersten Seite(n), ob ich ein Buch kaufe oder nicht.

9.) Rezensierst du jedes Buch, das du liest?

Ja, zur Zeit rezensiere ich jedes Buch, das ich lese. Wenn ich ein Buch abbreche, schreibe ich keine Rezension, berichte aber über den Abbbruch und die Gründe dafür.

10.) Fällt es dir schwerer bei einem Rezensionsexemplar objektiv zu sein als bei einem selbst gekauften Buch?

Nein, wie ich ein Buch erhalten habe, spielt beim Rezensieren keine Rolle. Allerdings muss ich mich bei Autoren, die ich interviewt habe oder die ich auf Lesungen kennen gelernt habe, zusammenreißen, genauso streng wie sonst zu sein und ihnen keinen Sympathiebonus zu geben.

11.) Die Gretchenfrage: Was denkst du? Warum bloggen weniger Männer über Bücher als Frauen?

Das ist eine wirklich schwere Frage. Zum einen lesen mehr Frauen als Männer. In einer Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 2012 gaben zum Beispiel 45 % der befragten Frauen an, mindestens einmal pro Woche zu lesen. Bei den Männern waren es nur 30 % (Quelle). Damit lässt sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Buchbloggerinnen aber nur teilweise erklären. Offenbar sind Leserinnen also auch noch sendungsbewußter als Leser. Woran das aber liegt, weiß ich nicht. Ich habe schon immer gerne über Bücher gesprochen, die mir gefallen haben.

Ich nominiere:

Alexander von Lies-Diers
Gerd von Gerd's Bookshelf
Jay von Bücher wie Sterne
Jens von Der Lesefuchs
Marcus von  Daily Steampunk

Alle anderen männlichen Buchblogger, die das hier lesen, dürfen sich auch gerne getaggt fühlen.

LG,

André

PS: Liebe Buchbloggerinnen, versteht diesen Tag bitte so positiv, wie er gemeint ist. Ich mag eure Blogs und möchte sie nicht missen.

Kommentare:

  1. Super Idee!
    Ich fände es spannend mehr männliche Blogger kennenzulernen :)

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    1. P.S.: Bei Jay ist auch "Lies-Diers" verlinkt ;)

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    2. Danke für den Hinweis. Ist geändert.

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  2. Wir haben die Jahre über auch immer mal ähnliche Sachen gemacht, aber männliche Blogger muss man wirklich suchen. Ob es das Thema an sich ist? Oder der fehlende Antrieb sich auszutauschen?
    Die Liste fällt mir noch ein: http://www.papiergefluester.com/maennliche-buchblogger-hier-sind-die-harten-kerle/
    Ansonsten bin ich immer etwas verwundert, dass männliche Blogger dann leider doch genau das gleiche machen wie ihre weiblichen Mitstreiterinnen. Und vor allem: dass sie die gleichen Bücher lesen. Gerade bei Jugendbüchern wundert es mich, da in denen zu 90% ein junges Mädel ihren Weg ins Erwachsenenleben finden muss und dabei noch mindestens zwei Kerlen das Herz bricht. Von diesen ganzen nutzlosen Tags und Tagesfragen, die keinen Mehrwert bieten, weil sie total inhaltsleer sind und die zumindst ich nie lese, ganz zu schreigen (und ja, das war ein Hinweis ;-)). Man sollte doch meinen, dass da ein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Bloggern sein sollte. Dass Du das Gefühl hast, zu 90% andere Bücher zu lesen, kann ich gut nachvollziehen, das geht mir auch oft so. Aber das ist ja das Schöne daran :)
    Übrigens: Das erste Mal, als ich hier war, bin ich über den weißen Text im Header gestolpert. Das mag jetzt sehr weiblich sein, aber es liest sich schon ein bisserl so, als sei Phantastik alles nur nicht anspruchsvoll. Oder so. *pfeif*
    Ansonsten mach ruhig weiter wie bisher, aber vielleicht ein bisschen mehr auf Dich selbst konzentriert. Ich mag Aktionen zwar gerne, aber wenn am gleichen Tag hunderte Blogger die gleiche dusslige Frage beantworten ist das einfach nur ...

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    1. "Gerade bei Jugendbüchern wundert es mich, da in denen zu 90% ein junges Mädel ihren Weg ins Erwachsenenleben finden muss..."

      Nunja, es Lesen nunmal mehr Mädchen als Jungs, was sich klar im Markt zeigt, wodurch es sehr viel weniger Lesenswerte coming-of-age Literatur mit Männlichen protagonisten findet.

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    2. Aber es gibt sie. Das weiß ich, weil ich für die Jungs/Kids in der Familie und Freundschaft auf die Suche gegangen bin. Und ich selbst lese sehr gerne in einem noch immer recht männlich geprägten Genre. Ich sage nicht, dass einem das nicht gefallen darf. Aber ein bisschen Abwechslung ist ja immer ganz nett. ;-) (Übrigens generell bei Blogs.)

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  3. Fangen wiir mal in der Mitte an. Ja, die Problematik des Headers ist mir bewusst. Gemeint war, dass Fantasy von vielen als nicht ernst zu nehmendes Genre angesehen wird und dass ich ab und zu auch gerne Bücher lese, die vom Feuilleton als literarisch wertvoll gesehen werden. Offenbar haben die Anführungszeichen den Gedanken aber nicht hinreichend transportiert. Von daher gibt es jetzt einen neuen Text.

    Die ganzen wöchentlichen Mitmachaktionen sehe ich nicht ganz so negativ wie du, aber ja nicht alles hat einen Mehrwert.

    Interessant finde ich deine Beobachtung, dass männliche Buchblogger offenbar das Gleiche lesen und posten, wie weibliche Blogger. Ich denke, ich bin noch nicht lange genug dabei, um mich qualifiziert dazu zu äußern. Ich kenne Blogs auf die das zutrifft und welche, auf die es nicht zutrifft. Ich finde es aber fast noch interessanter, dass ich selbst bei intensver Suche kaum Blogger (oder auch Bloggerinnen), die wirklich 1:1 meinen Buchgeschmack teilen.

    Und schließlich zu deinem Tipp, dass ich mich mehr auf mich selbst konzentrieren soll. Ich denke, so wenig Eigenes poste ich gar nicht. Interviews, Rezensionen, Berichte,... Aber ich behalte es im Sinn!

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    1. Du hast es ausgebessert und es liest sich gleich viel angenehmer! :) Leider kann man ja heutzutage viel falsch verstehen, auch wenn es eigentlich positiv gemeint war. Bei den wöchtentlichen Dingern mache ich das Bloggen vermutlich schlicht schon zu lange, denn es wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich. Außerdem frage ich mich, wozu man es braucht. Wer gern über seine Bücherregale bloggen möchte oder wie die Bücher dort sortiert sind, der soll es einfach tun. Mir ist einfach wichtig, dass der Gedanke hinter dem Bloggen nicht verloren geht. Stichwort: Individualität. Aber da rede ich inzwischen so viele Jahre drüber ... hab schon Fusseln am Mund ;-)
      Du nicht, aber Du liest ja gernerell in einem (Haupt-)Genre, das nur wenig bedient wird. Ich meinte auch nicht nur das lesen, sondern einfach die Art wie gebloggt wird. Natürlich haben sich inzwischen Dinge als Standart eingebürgert, bei denen ich vermutlich eine der Letzten bin, die noch wissen wie die mal entstanden sind. Und dass sie alles andere als Standart waren oder sein sollten. Schade ist eben, so aus meiner bescheidenen Sicht, dass Experimente fehlen, wie wir sie früher gemacht haben.
      Interviews, Rezensionen und Berichte posten viele ;-) Man muss nur wissen wo. Aber nein, Du hast recht, wärest Du einer der zahllosen MItläuferblogs, würde ich nicht so regelmäßig reinschauen ;-)
      PS: Mit Ryans zweitem Teil habe ich übrigens auch grad so meine Schwierigkeiten ...

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  4. Hallöchen André,
    heute ging mein TAG raus zu den von dir gestellten Fragen :D
    Hier findest du ihn.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag.
    Charleen

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  5. So, nun habe ich meinen Beitrag auch mal Online gestellt:
    http://gerds-buecherregal.blogspot.de/2015/10/die-liga-der-uber-bucher-bloggenden.html

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  6. Vielen Dank André, ich habe auch gerade mitgemacht :-)

    http://lies-diers.blogspot.de/2015/10/die-liga-der-uber-bucher-bloggenden.html

    Liebe Grüße und bis bald!
    Alex

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  7. Hallo André,
    ja, es gibt doch noch ein paar von uns in der großen Bücherwelt;-)). Einen schönen Blog hast Du hier und der Beitrag kommt mir sehr gelegen. Habe mir auch ungetagged erlaubt die Fragen zu beantworten. Guckst Du hier:
    http://tommi-und-die-schmoeker.blogspot.de/2015/11/die-liga-der-uber-bucher-bloggenden.html#more
    Liebe Grüße, man liest sich....
    Thomas

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