Sonntag, 22. November 2015

[BERICHT] 1. Kitty Moan Convention


Heute fand in Langenfeld die erste Kitty Moan Convention - kurz KittyCon - statt. Unter der Schirmherrschaft von Helmut Dunkel - auch bekannt Cannonball Randall - fand die erste Ausgabe der Convention rund um phantastische Literatur und Kunst für Erwachsene statt. Für den Namen der Veranstaltung stand Randalls Romanserie Kitty Moan Pate.

Mein Con-Tag begann um 9 Uhr mit der Abfahrt aus Aachen. Auf der Fahrt habe ich Tad Williams "Happy Hour in der Hölle"gehört, so dass ich schon gut eingestimmt ankam.

Die Veranstaltung fand im Langenfelder MarktKarree - einer kleinen Shopping Mall - statt; genauer gesagt in zwei Ladenlokalen. Das größere war etwa 400 qm groß und bot Platz für diverse Ausstellungs- bzw. Verkaufstische und einen der beiden Lesungsräume, den sogenannten Moan Tower. Das zweite kleinere Ladenlokal trug für diesen Tag den Namen Moan Plaza und wurde für die Lesungen expliziteren Inhalts genutzt. Das genaue Programm wurde erst heute auf der Con bekannt gegeben und sah wie folgt aus.


Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, war es auch schon Zeit für die erste Lesung. Um 11 Uhr las "Gastgeber" Cannonball Randall aus dem ersten Band seiner Kitty Moan Reihe, die ich bis dato nicht kannte. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass es nicht nur um Mystery und Dämonen, sondern auch massiv um Sex geht. Ich muss sagen, dass ich die Darstellung vor allem vulgär und weder besonders sexy, noch besonders provokativ fand. Trashige Geschichten lese ich bisweilen sehr gerne, aber diese hat mich nicht angesprochen.

Cannonball Randall liest aus Kitty Moan
Zwischen zwei Lesungen waren immer 15-20 Pause. Die erste habe ich für ein Gespräch mit Werner Karl genutzt, den ich vor kurzem interviewen durfte. Werner ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner und hat mir unter anderem von seinem aktuellen Projekt berichtet. Ähnlich wie bei seiner Spiegelkrieger-Trilogie wird es wieder Fantasy mit historischen Bezügen werden. Dieses Mal wird es aber ein Einzelband. Ich bin schon gespannt.

Dann war es auch schon Zeit für die Lesung von Horus W. Odenthal. Diese war einer der Gründe, dass ich überhaupt auf der Con war. Den Namen Odenthal hatte ich in letzter Zeit häufiger gehört, hatte aber keine Vorstellung davon, was er schreibt. Die Lesung, seine ersten von zweien an diesem Tag, hat er genutzt, um sein Ninragon Universum grundsätzlich vorzustellen und aus der ersten Trilogie zu lesen. Highlight der Lesung waren seine gekonnten Gesangseinlagen.

Horus W. Odenthal lies aus Ninragon
Nach einer kleinen Pause mit Kaffee und Sonne außerhalb des MarktKarrees bin ich Robert Corvus über den Weg gelaufen, der ebenfalls als Besucher dort war. Es ergab sich ein sehr nette Gespräch über die Cover der ersten beiden Phileasson-Romane, das Perry Rhodan-Fandom, die ColoniaCon und einiges mehr.

Phileasson Saga Band 2 (erscheint August 2016)
Danach ging es mi leichter Verspätung für ihn zum Vortrag von Lars Adler und für mich in die Lesung von Sean Beckz, der aus "Das Turnier" las. In dem Buch geht es offenbar - den Anfang habe ich halt verpasst - um eine Spielshow, bei der die Verlierer sterben. Keine neue Idee, aber offenbar gut umgesetzt.

Sean Beckz liest aus Das Turnier
Weiter ging es dann um 15 Uhr mit Lisa Dröttbooms Lesung aus ihrer Rajou-Reihe. In der fünfbändigen Reihe, von der drei Bände schon erschienen sind und zwei nächstes Jahr erscheinen sollen, geht es um Gestaltwandler. Auch wenn die erst 20-jährige Autorin dieses Thema durchaus neu interpretiert hat, trifft die Reihe meinen Geschmack nicht.

Lisa Dröttboom liest aus Rajou
Im vorletzten Timeslot habe ich mir den Vortrag und die Lesung von Cara D'Lestrange angehört. Zunächst berichtete sie ausführlich davon, dass das Buch aus ihrer Enttäuschung über die neuen Star Wars Filme entstand und das nächstes Jahr die Dreharbeiten zu einem Filmtrailer beginnen sollen. Nächstes Jahr läuft auch ihr Vertrag mit BoD aus und dann soll der erste Band und die noch nicht veröffentlichten weiteren Bände im noch zu gründenden eigenen Verlag erscheinen. Die eigentliche Lesung war dann entsprechend kurz aber durchaus interessant.

Cara D'Lestrange liest aus Augenblick der Ewigkeit
Den Abschluss macht für mich Bernar LeStons Lesung aus seinem noch nicht ganz fertig gestellten Steampunk-Dämonenjäger-Western. Durchaus interessant; vor allem die Nebenfiguren Eddison und Tesla haben mir gefallen.

Bernar LeSton liest unveröffentlichtes Material
Anschließend ging es mit Tad Williams im Ohr zurück nach Aachen.

Auch wenn in manchen Lesungen nur sehr wenige Zuhörer saßen, kann man wohl trotzdem sagen, dass die Veranstaltung ein Erfolg war; vor allem, wenn man bedenkt, dass sie zum ersten Mal stattfand.  Durch den freien Eintritt und die Lage mitten in der Mall gab es viele zufällige Kurzbesucher. Die Veranstaltung hat Potenzial und ich kann mir gut vorstellen, sie nächstes Jahr wieder zu besuchen. Ich würde mir allerdings wünschen, dass es beim nächsten Mal das Programm nicht erst auf der Veranstaltung gibt.

Copyright der Fotos: André Geist. Copyright des Covers: Heyne.

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