Mittwoch, 18. November 2015

[REZENSION] Berge des Wahnsinns


Titel: Berge des Wahnsinns
Originaltitel: At the mountains of madness
Autor: H. P. Lovecraft
Übersetzerin: A. F. Fischer
Verlag: Festa
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
weitere Ausgabe: eBook
Erscheinungsjahr: 2015 (Originalausgabe 1931)
Genre: Horror
Seitenzahl: 256
Preis: 16,80 €
ISBN: 978-3-86552-422-5
Leseprobe: hier


Die Berge des Wahnsinns ist eine der besten Prosaerzählungen aus der Feder Lovecrafts. Thema sind erschreckende Entdeckungen im Rahmen einer Antarktisexpedition.

Der Autor:

Howard Phillips Lovecraft (1890-1937) hat zu Lebzeiten wenig Anerkennung erfahren. Heute gilt er aber als einer der Urväter des Horrors.

Die Geschichte:

Die Geschichte handelt von einer Antarktisexpedition. Der Ich-Erzähler, William Dyer, war Teilnehmer dieser Expedition und sieht sich nun, da eine weitere Expedition ansteht, gezwungen, von den erschreckenden Entdeckungen, die er damals gemacht hat, zu berichten. Ich möchte gar nicht zu viele Details verraten. An dieser Stelle nur so viel: Diese Geschichte ist Teil des Cthulhu-Mythos, über den ihr hier mehr erfahren könnt.

Die Geschichte liegt hier in der Übersetzung von A. F. Fischer vor, also in der gleichen Übersetzung, in der sie auch im Festa Band Necronomicon (HPLs Bibliothek des Schreckens Band 20) enthalten ist. Diese Übersetzung liest sich sehr gut. Lediglich die Verwendung des Begriffs "Große Alte" hat mich irritiert. Eigentlich denke ich, dass es im Original "Elder Thing" heißt, aber ich habe den englischen Text leider nicht.

Die Bilder:

Die Illustrationen wurden von Timo Wuertz gezeichnet. Mir gefallen die meisten Zeichnungen sehr gut, aber das ist natürlich Geschmackssache. Am besten werft ihr einen Blick in die Leseprobe und macht euch selbst ein Bild. Am besten gefällt mir die anatomische Zeichnung des "Elder Thing" (S. 48), schaut sie euch doch in der Buchandlung einfach mal an!

Auch unter dem Schutzumschlag sieht das Buch gut aus
Das Bonusmaterial:

Als Bonusmaterial gibt es zwei kurze Aufsätze. In Das Problem mit den Shoggothen erklärt Will Murray sehr anschaulich, warum die Shoggothen zu den weniger erschreckenden Schöpfungen Lovecrafts gehören. In Eine Warnung an die Welt: Der Appell in Berge des Wahnsinns setzt sich David A. Oakes mit den stilistischen Mitteln Lovecrafts auseinander.

Meine Meinung:

Berge des Wahnsinns ist eine der besten Erzählungen Lovecrafts. Wie so oft, verpackt er den Schrecken in eine sehr glaubhafte Rahmenhandlung, so dass man sich fast fragen möchte, ob er nicht doch über wahre Ereignisse berichtet. Auch wenn er den monströsen Shoggothen ein wenig den Schrecken nimmt, indem er sie zu detailliert schildert, tut das der Geschichte keinen Abbruch, da die Shoggothen nur ein kleiner Teil des kosmischen Schreckens sind, der diese Geschichte ausmacht. Die Illustrationen und Aufsätze runden das Buch sehr gut ab.

Wertung: 5/5 Sternen

Vielen Dank an den FESTA Verlag für das Rezensionsexemplar.

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