Samstag, 16. Januar 2016

[REZENSION] Cesario Aero



Titel: Cesario Aero
Autor: Luzia Pfyl
Verlag: ohneohren
Format: Klappbroschur
weitere Ausgabe: eBook
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Alternate History / Fantasy
Seitenzahl: 308
Preis: € 14,99
ISBN: 978-3-903006-35-5




Luzia Pfyl ist Schweizerin und 29 Jahre alt. 2015 veröffentlichte sie mit Cesario Aero ihren ersten Roman.

Das Setting:

Die Geschichte spielt im Jahr 1899 einer alternativen irdischen Vergangenheit. Politisch ist die beschriebene Welt im großen Ganzen das typische Steampunksetting: Viktorianisches England, KuK-Monarchie,... Allerdings wird das 1000jähige Bestehen des Königreiches Ungarn erwähnt, wodurch klar wird, dass die Geschichte dieser alternativen Erde spätestens ab dem Jahr 899 anders verlaufe ist als die unserer Erde.

Technologisch ist das Setting aber kein Steampunk. Dampfgetriebe Geräte spielen keine besondere Rolle, statt dessen gibt es Dieselmotoren und fortschrittliche Elektronik.

Gegen Ende der Geschichte kommen noch Fantasyelemente hinzu.

Ingesamt ist das Setting in sich stimmig. Es steht aber nicht im Vordergrund, sondern liefert lediglich den Rahmen für die Geschichte.

Die Charaktere:

Der zentrale Charakter ist die junge, englische Reporterin Abby. Außerdem spielen auch der japanische Diplomatensohn Takeo und der ungarische Pilot Vincent noch so große Rollen, dass ich sie ebenfalls als Protagonisten zählen würde.

Alle Charaktere haben ihre Eigenarten, durch die sie es schaffen mehr als irgendwelche Archetypen zu sein. Lediglich Abbys Reiseangst, die immer wieder erwähnt wird, sich aber eigentlich nie auswirkt, ist wenig glaubhaft.

Die Geschichte: 

Während die britische Reporterin Abby in Budapest ist, um über die 1000-Jahrfeier des Königreiches Ungarn zu berichten gibt es einen Terroranschlag auf die Feierlichkeiten. Abby sieht die Chance auf ihre erste große Story und beginnt zu "ermitteln". Dabei erhält sie Unterstützung vom japanischen Diplomatensohn Takeo, der seinen Onkel rächen will, der bei dem Anschlag ums Leben gekommen ist, und dem ungarischen Piloten Vincent, der sich gerade eigentlich auf den Cesario Aero, den weltgrößten Flugwettbewerb, vorbereitet.

Die Erzählstruktur erinnert ein wenig an einen Film. Es gibt viele Szenen, die man sich meist auch gut bildlich vorstellen kann, und Szenenwechsel, die zu Teil recht große zeitliche Sprünge darstellen. Dadurch dass nur die wichtigen Szenen erzählt werden und unwichtigere Zwischenschritte, z.B. ereignislose Reisen, übersprungen werden, ist das Erzähltempo hoch, was der Geschichte gut tut.

Fazit

Ceasrio Aero ist ein spannender Alterate History Roman mit Fantasyelemente. Auf gut 300 Seiten erzählt Luzia Pfyl eine kurzweilige Geschichte, die viele andere junge Autoren wohl auf 400-500 Seiten ausgedehnt hätten. Ein wirklich gelungenes Debüt.


Wertung: 4,5/5 Sternen

Der Dank für das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplar geht an die Phantastische Akademie.

1 Kommentar:

  1. Ach, wie schön! Diese Buch habe ich mir letzten Monat gekauft und freue mich jetzt noch mehr auf die Lektüre! :)

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