Samstag, 7. Mai 2016

[REZENSION] Willkommen in Night Vale




Titel:  Willkommen in Night Vale
Reihe: nein (zumindest bislang)
Autoren: Joseph Fink & Jeffrey Cranor
Übersetzung: Wieland Freund & Andrea Wandel
Verlag: Hobbit Presse (Klett-Cotta)
Format: Hardcover
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 378
Preis: € 19,95
ISBN: 978-3-608-96137-9




Möglicherweise das beste Buch, das Patrick Rothfuss in den letzten Jahren gelesen hat. (Quelle)

Das Buch: 

Im Anfang schufen Fink und Cranor den Podcast; der Podcast war wüst und wirr und Humor lag über dem Podcast und der Geist der Autoren schwebte über dem Podcast. Und die Fans sprachen: Es werde ein Buch. Und es ward ein Buch. Und alle sahen, dass das Buch gut war.

Drei Jahre lang haben Fink und Cranor einen Podcast über die fiktive Stadt Night Vale produziert. Night Vale ist die ungewöhnlichste Stadt, der Welt und gleichzeitig die gewöhnlichste. Es wimmelt von Aliens, lebenden Bäumen, Gestaltwandlern und ähnlichem, aber die Probleme der Menschen sind die gleichen wie überall sonst. Diese Kombination kam bei den Zuhörern so gut an, dass der Podcast bald 260.000 Twitter Follower hatte. Nun, drei Jahre nach Beginn des Podcasts, gibt es die neueste Geschichte aus Night Vale in Form eines Romans.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Frauen. Zum einen ist da Pfandleiherin Jackie, die schon seit langer Zeit 19 Jahre alt ist. Eines Tages bekommt sie einen Zettel mit der Aufschrift King City und kann fortan an nichts anderes mehr denken. Zum anderen ist da Diane, die Mutter eines Teenagers, der ständig seine Gestalt wandelt und gerne seinen Vater kennen lernen würde. Dianes Arbeitskollege Evan ist verschwunden und außer Diane scheint sich niemand an ihn zu erinnern. Wie diese Geschichten schließlich zusammen finden und was ein Mann mit Hirschlederkoffer damit zu tun hat, erfahrt ihr nur, wenn ihr das Buch lest.

Meine Meinung: 

Ich würde nicht ganz so weit gehen, wie Patrick Rothfuss, und vom besten Buch sprechen, das ich die letzten Jahre gelesen habe, aber es ist definitiv das verrückteste. Und das will bei mir etwas heißen, schließlich bin ich großer Fan von Terry Pratchett und Robert Rankin.

Verrückst ist immer schwierig. Ein bisschen verrückt ist häufig langweilig und zu verrückt ist häufig nicht mehr interessant. Fink und Cranor schaffen es aber, diese über alle Maßen skurrile Welt glaubwürdig zu schildern und mich als Leser mitfiebern zu lassen.

Fazit:

Beste Unterhaltung für alle Freunde skurriler Fantasy. (Wer mit skurril nichts anfangen kann, wird dieses Buch aber wahrscheinlich als eines der schlechtesten empfinden, die je geschreiben wurden.)

Wertung: 5/5 Sternen

Vielen Dank an Klett-Cotta für das Rezensionsexemplar.

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