Sonntag, 5. Juni 2016

[REZENSION] Der Nordseespuk



Titel: Der Nordseespuk
Autor: Tilman Spreckelsen
Verlag: Fischer
Format: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: historischer Krimi
Seitenzahl: 256
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-596-03441-3





Der Nordseespuk ist der zweite "Theodor-Storm-Krimi" von Tilman Spreckelsen.


Der Autor:

Tilman Sprecklsen (Jahgang 1967) ist Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Herausgeber beim Fischer und beim Galiani Verlag. Für seinen ersten "Theodor-Storm-Krimi" wurde er mit dem Preis der Theodor-Storm-Gesellschaft ausgezeichnet.

Das Buch: 

Der Nordseespuk ist der zweite Krimi mit dem "Ermittlerduo" Theodor Storm und seinem Schreiber Peter Söt. Dieses Mal ist letzterer aber gleichzeitig Tatverdächtiger.
Eines Nachts entdeckt Söt auf dem Nachhauseweg einen Pokal im Hafenbecken. Als er versucht diesen zu bergen, findet er stattdessen eine Leiche.
Bei dieser einen Leiche bleibt es aber nicht. Bald stellt sich heraus, dass alle Toten eine Gemeinsamkeit haben. Alle haben irgendwie mit einer Sekte zu tun, die die Mystikerin Antoinette de Bourignon über 100 Jahre zuvor gegründet hatte.

Meine Meinung: 

Wenn man das Nachwort liest, merkt man, dass der Autor viel recherchiert hat. Jede Kombination aus Name, Beruf und Wohnort ist für das Jahr 1843 in Husum belegt. Auch Antoinette de Bourignon ist eine historische Figur. Leider merkt man davon beim Lesen wenig. Wenn nicht ab und zu ein Landvogt erwähnt worden wäre, hätte ich gar nicht gemerkt, dass die Geschichte 1843 spielt und nicht heute. Die größte Schwäche in dieser Hinsicht ist aber Theodor Storm selbst. Diese Figur ist so farblos, dass sie wohl niemand erkennen würde, wenn nicht der Name wäre.

Auch die Krimihandlung ist eher schwach. Ermittelt wird, bis auf eine Ausnahme, gar nicht. Die Ereignisse nehmen halt ihren Lauf und die "Ermittler" sind zufällig mitten im Geschehen.

Den Titel NordseeSPUK finde ich auch eher irreführend. Mystisches oder scheinbar übernatürliches sucht man vergeblich.

Den Tiefpunkt erreicht das Buch aber bei den Einschüben aus der Zeit der Antoinette de Bourignon. Dieser Rückblick ist eigentlich mit das Spannedste am ganzen Buch, hat aber so ein unverschämt plattes Ende, dass ich es erst nicht glauben wollte.

Fazit:

Der Nordseespuk punktet mit einer Vielzahl historisch korrekter Bezüge, konnte mich aber, was die Spannung anbelangt, nicht überzeugen.

Wertung: 3/5

Vielen Dank an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.


1 Kommentar:

  1. Hallihallo!

    Wollte dir nur sagen, dass ich dich für den Fantasy Book Tag getaggt habe :-)

    http://library-of-fairytales.blogspot.de/2016/06/fantasy-book-tag.html?m=1

    LG
    Isana

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