Samstag, 9. Juli 2016

[REZENSION] Trapped



Titel: Trapped
Reihe: The Iron Druid Chronicles, Vol. 5
Autor: Kevin Hearne
Verlag: Del Rey
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook, Hörbuch,
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 290
Preis: US $ 7,99
ISBN: 978-0-345-53364-7




Trapped ist der fünfte Band von Kevin Hearnes Chronik des Eisernen Druiden. Die ersten vier Bände sind mittlerweile auch auf Deutsch bei Klett-Cotta erschienen und der fünfte ist für Oktober angekündigt. Hier und jetzt soll es aber um den fünften englischen Band gehen.

Die folgende Rezension enthält kleinere Spoiler auf die ersten vier Bände aber ich habe mich bemüht diese auf ein Minimum zu reduzieren. Mehr als die Klappentexte eh verraten, verrate ich nicht.

Worum geht es?

Siodhachan O'Suileabhain, der sich mittlerweile Atticus O'Sullivan nennt, ist der letzte lebende Druide. Mitterweile über 2000 Jahre alt - aber mit dem Aussehen eines 21jährigen gesegnet - lebte er zu Beginn der Reihemit seinem Wolfshund Oberon in Nordamerika, weil es dort nur wenige Götter und eigentliche keine keltischen Feenwesen gibt.

Nach einer längeren friedlichen Zeit, beginnen seine Probleme im ersten Band damit, dass sein uralter Feind - der keltische Gott Anghus Oog - ihn aufspürt. Um gegen diesen zu bestehen, braucht er die Hilfe von Freunden und Bekannten; z.B. seinem Anwaltsduo, dass aus einem Vampir und einem Werwolf besteht. Im Laufe der Handlung werden Gefallen gegen Gefallen gehandelt. Dadurch setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die sich bis in diesen fünften Band zieht. 

Seit dem vierten Band sind zwölf Jahre vergangen in denen Atticus seine Schülerin Granuaile zu einer neuen Druidin ausgebildet hat. Nun, zum Abschluß ihrer Ausbildung, ist es an der Zeit sie an Gaia zu binden. Dazu müssen die beiden allerdings ihre Tarnung fallen lassen. Kaum ist das passiert, stehen auch sofort alle alten Feinde (und auch neue) auf dem Plan.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Die Reihe hat ein großes Problem: Atticus ist unglaublich mächtig. Spätestens nach einem halben Buch ist jedem klar, dass Atticus jede Situation meistern wird. Wenn er es nicht selbst mit seinem magischen Schwert und seiner ausgeprägten Magie schafft, ist einer seiner Verbündeten zur Stelle und wenn auch die versagen sollten, gibt es immer noch die keltische Todesgöttin Morrigan, die dafür sorgen kann, dass er nicht stirbt. Keins der der Bücher ist also wirklich spannend. Dieses Problem wird durch seine Schülerin jetzt ein wenig behoben. Denn auch wenn klar ist, das Atticus alles gut überstehen wird, so muss man nun zumindest um Granuaile bangen.

Die wenig ausgeprägte Spannung wird aber durch den Erzählstil mehr als ausgeglichen. Atticus erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und seine Perspektive ist wirklich eine besondere. Zum einen ist er als 2000jähriger unglaublich erfahren und belesen, zum anderen hat er sich gut in unsere moderne Welt integriert. Beides merkt man ihm ständig an, da er seine Erzählungen sowohl mit historischen Details als auch Pop-Kultur-Referenzen ausschmückt. So ist es ganz normal, wenn er in einem Moment Shakespeare zitiert und im nächsten seine Ausführung mit einer Star Wars-Anspielung abrundet. Dadurch ist die gesamte Erzählung sehr flott und humorvoll.

Das absolute Highlight in den meisten Bänden ist aber der Wolfshund Oberon. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon haben mich ein ums andere Mal zum Lachen gebracht. Zum Beispiel beschließt Oberon im ersten Band, nachdem Atticus ihm von Dschinghis Kahn erzählt hat, diesem nachzueifern. Ab diesem Zeitpunkt möchte er Fleisch, das geschnitten ist wie zur Zeit der Hunnen und vor Allem: einen Harem aus Pudeldamen. 

Fazit

Witzig erzählte, moderne Urban Fantasy.

Wertung: 4/5 Sternen

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