Dienstag, 30. August 2016

[INTERVIEW] André Skora


Heute ist der zweite Tag meiner Gamer-Themenwoche und ich darf euch das erste Interview präsentieren. Als Erster stand mir einer der Herausgeber Frage und Antwort.

Hallo André! Ich freue mich, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Sei doch so nett und stell dich kurz vor!
 
Gerne doch. In einer tiefdunklen Märznacht des Jahres 1976 erblickte ich mit viel Getöse das Lebenslicht. Relativ früh kam ich mit der Phantastik, Comics und Konsolen in Kontakt. Das Ganze hat sich dann über die Jahre hinweg zu einem leidenschaftlichen Pen & Paper Rollenspieler, Blogger und Leseratte entwickelt.

Du betreibst den Blog WÜRFELHELD. Worum geht es da?

Mein Blog dreht sich um phantastische Literatur (viel von Kleinverlagen), Pen & Paper Rollenspiele, Einblicke in meine Projekte und Nerdiges. Dabei ist die Artikelspannweite von Interviews, über Rezensionen bis hin zu Veranstaltungsberichten weit gefasst. Aber das Lob gehört mir nicht ganz alleine. Mittlerweile habe ich gerade im Bereich der Rezensionen einige Leseratten, die mir beim Konsum helfen und somit auch ein größeres Spektrum abdecken lassen, um mich versammelt.

Außerdem bin ich mit Würfelheld einer der Veranstalter hinter dem „Winter One Page Contest“, welcher dieses Jahr, mit Greifenklaue zusammen, bereits in die sechste Ausgabe geht. Dabei handelt es sich um einen Pen & Paper Rollenspiel-Wettbewerb, welcher jedes Jahr ab dem 01. Dezember startet. Schaut einfach mal rein.

Außerdem bist du auch schon bei verschiedenen Anthologien Herausgeber gewesen. Wie kam es dazu?

Das ist eine kuriose Geschichte.

Ich bin im März 2012 in einem Buchladen gegangen und wollte mir cyberpunkigen Lesestoff zulegen. Leider musste ich feststellen, dass nur Gibson da war und man auf Nachfrage nur dumm angeschaut wurde.

Am selben Abend, bei einer Pen & Paper Runde, habe ich dann das Thema mal angesprochen und den Satz „das kann nicht wahr sein, das muss man ändern“ fallen lassen.

Fest entschlossen machte ich mich am Sonntagnachmittag ans Werk, tippte ein paar eMails mit meiner Idee und konnte dann nach drei oder vier Stunden feststellen, dass ich sowohl Verlag, als auch Autoren zusammen hatte. Einige Tage später stieß ich auf Frank Hebben, welcher dann mit der Idee jeder Story eine Illustration zu gönnen um die Ecke kam. Nach ein wenig Chat waren wir uns einig und so konnte Fieberglasträume beginnen.

In der Anthologie GAMER geht es ja um Videospiele. Bist du selbst Gamer? Wenn ja, was spielst du gerne?
 
Logisch bin ich GAMER. Ich bin ein Kind der Telespiele und Kasettenkonsolen. Allerdings haben sich Technikneuerungen auch bis zu mir rumgesprochen und Einzug in mein Reich gefunden.

Ich bin beim Genre nicht so festgelegt. Mir muss die Idee eines Spieles gefallen. Die Lister der Spiele die ich gerne gespielt bzw. gern spiele ist lang und deckt mehr als drei Jahrzehnte ab (führe ich jetzt mal nicht alle auf). Für einen kleinen Eindruck allerdings, ich habe mich von Telespielen, Atari 2600, C64, Amiga 500, Gameboy, Sega Megadrive, PC, PS1, PS2, PS3, xBoxOne uvm. um den Schlaf bringen lassen.

Auch bei GAMER bist du ja zusammen mit Frank Hebben und Armin Rößler einer der Herausgeber. Erzähl doch mal ein wenig, wie es zu dem Buch kam?

Wir steckten noch in den letzten Zügen von Tiefraumphasen, als Frank mit der Idee eine Gamer-Anthologie zu machen um die Ecke kam. Nach ein wenig Hirnschmalzaustausch, da wir unterschiedliche Bezüge zum Thema "Gaming" haben, stand das Konzept dann aber. Anschließend wurde den Autoren die Idee nähergebracht und so nach und nach das Autorenteam zusammengestellt. Anschließend kamen dann die Illustratoren hinzu. Mittlerweile kann man die Antho in Händen halten und ich / wir sind sehr froh dieses Projekt angegangen zu sein.

War es schwierig sich mit drei Herausgebern zu einigen, welche Geschichten in die Anthologie kommen?
Nein. Wir haben da eine klare Struktur und diese hat sich bis jetzt sehr gut bewährt.

Viele der Geschichten haben dystopische Elemente. War das eine Vorgabe (und wenn ja, warum) oder Zufall?

Das war ein Teil der Vorgabe. Wir haben da einen Hang dazu, welchen wir ja auch schon bei Fieberglasträume und Tiefraumphasen ausgelebt haben.

Über welche zukünftigen Projekte kannst du schon etwas erzählen?

Voraussichtlich im 4.Quartal 2016 wird es eine Steamcyberpunk Anthologie Menschmaschinen im Amrun Verlag geben.

Zur LBM 2017 werden Jörg Köster und ich eine Anthologie zum Dark Fantasy Pen & Paper Rollenspiel Seelenfänger herausgeben. Für dieses tolle Projekt konnten wir Torsten Low (Verlag Torsten Low) gewinnen.

Ansonsten ist es noch zu früh mehr zu verraten, allerdings findet man auf meinem Blog regelmäßig Updates zu anstehenden Projekten. Ich würde mich über Euren Besuch und Feedback sehr freuen.

Bevor wir zum Ende kommen noch eine letzte Frage, um es dem nächsten, der dich interviewen darf, leichter zu machen: Welche Frage würdest du gerne mal in einem Interview gestellt bekommen?

Ui, da lass ich mich einfach überraschen.

Vielen Dank!

Das Gewinnspiel

Die heutige Frage lautet: Wenn ihr die Chance bekommen würdet als Herausgeber eine Anthologie herauszubringen, welchem Thema würdet ihr euch gerne widmen?

(Die Regeln findet ihr hier.)

1 Kommentar:

  1. Eine Antho, die im Rollenspielbereich angesiedelt ist, hätte zwar auch so ihren Reiz, im Endeffekt würde ich mich als Herausgeber dann aber doch eher im Bereich düsterer Phantastik wiederfinden. Weit entfernt ist das mitunter ja gar nicht. ;o)

    Liebe Grüße
    Patricia

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