Mittwoch, 24. August 2016

[INTERVIEW] Markus Tillmanns


Gestern konntet ihr an dieser Stelle die Rezension zu Basaltblitz - Monsterjagd lesen. Heute habt ihr die Chance den Autor Markus Tillmanns ein wenig näher kennenzulernen.


Hallo Markus, herzlich willkommen in der Bibliothek von Imre. Ich habe ja mittlerweile zwei Bücher von dir gelesen, aber wahrscheinlich bist du nicht jedem, der dieses Interview lesen wird, so bekannt wie mir. Stell dich doch bitte einmal kurz vor!

Ich heiße Markus Tillmanns. Und ich bin gern mit Rucksack und Talglicht in der Fantasy-Literatur unterwegs. Mal lesend, mal schreibend, aber immer ganz tief in den Geschichten.

Wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen?

Das habe ich mir von der großen Frau abgeguckt, die in der ersten Klasse an der Tafel stand. Mit 13 habe ich dann meine erste längere Geschichte zu Papier gebracht. Dabei war die Freude am Lesen der Geburtshelfer des Schreibens.

War von Anfang an klar, dass du Phantastik schreiben würdest oder gibt es noch ein Genre, das du dir für dein schriftstellerisches Schaffen vorstellen könntest?

Man soll ja nie nie sagen.

Aber bis auf Weiteres bleibe ich der Phantastik treu. Immerhin war sie noch nie so vielseitig wie heute. Das Genre hat sich in den lezten 30 Jahren enorm ausgedehnt vom Psycho-Drama mit homöopathischen Fantasy-Element bis zum High-Fantasy 20.000-Zauberer-Krieg ist alles dabei. Dabei können eine Menge Autoren und Leser finden, was sie glücklich macht.

Anlass für dieses Interview war ja, dass ich den zweiten Band deiner Superheldenreihe Basaltblitz gelesen habe. Warum gerade Superhelden?

Ich habe schon als Kind die Comic-Hefte verschlungen. Ich bekam 2 DM Taschengeld in der Woche. Und das aktuelle Heft kostete: 2 DM. Ich wurde also mathematisch zwingend zum Fan.

Wie viele Bände hat die Reihe jetzt eigentlich und was gibt es in welchem Format?


Basaltblitz hat bisher vier Bände – als eBook. Den ersten Band gibt es auch bereits als Holzbuch. Den zweiten baue ich gerade zusammen. Danach kommen Band 3 und 4 an die Reihe.

Wenn jemand Superhelden mag, ist eine Frage natürlich unumgänglich: Marvel oder DC?

Da bin ich ein wenig gespalten. Nicht zufällig hat Basaltblitz zwei Hauptfiguren: Eine ist Marvel-Fan, die andere DC-Fan. Zusammen können die beiden dann meinen inneren Konflikt austragen. Superman ist charakterlich ein wenig eindimensional, dafür ist Batman richtig cool. Bei Marvel ist es Captain America, der ein bisschen zu geradlinig ist, dafür ist Iron Man aber wieder ein richtiger Charakter.

Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Verlage einander seit Jahrzehnten kopieren: Flash/Quicksilver, Mr. Fantastic/Elasto-Man, Green Arrow/Hawkeye, Atom/Ant Man usw. usw.

Das hat ein bisschen was von: Ist Erwin hübscher als sein Spiegelbild?

Wer ist denn dein Lieblingssuperheld und warum? (Nein, dein eigener ist keine legitime Antwort.)

Basaltblitz darf ich jetzt nicht antworten? Hm, wie wäre es mit dem dänischen Helden Bäsältblötz?

Na gut, dann wildere ich ein wenig bei DC und Marvel. Flash und Green Lantern gehören zu meinen Favoriten bei DC. Die zeichnerische Umsetzung finde ich einfach klasse. (Der Green-Lantern-Film war hingegen … nun ja.) Bei Marvel mag ich Spiderman – vor allem, weil er eine sympathische menschliche Seite hat. Aber auch Nightcrawler ist toll. Wenn mein X-Gen mal erwacht, möchte ich bitte so aussehen.

Außerdem hast du ja auch noch die Luzifer-Chroniken geschrieben. Erzähl doch mal ein bisschen darüber!

In Die Luzifer-Chroniken begibt sich Luzifer selbst unter die Sterblichen. Das gibt natürlich ein großes Hallo und reichlich Verwirrung. Und Luzifer versteht sein Handwerk immer noch hervorragend. Unaufhaltsam scheint die Menschheit ihm zu verfallen.

Nur der Journalist Tabarie fragt sich, was hinter dem teuflischen Engel steckt. Was will dieses Geschöpf hier? Was ist der Plan des Teufels?

Und Tabarie nimmt den einsamen Kampf gegen eine Urgewalt auf.

Mehr zur faszinierenden Figur Luzifers und zu den Luzifer-Chroniken habe ich auf einer eigenen Luzifer-Seite zusammengetragen.

Über welche zukünftigen Projekte von dir kannst du schon berichten?

Derzeit schreibe ich am Beginn einer neuen Luzifer-Reihe. Der Auftakt wird aus zwei Romanen bestehen, die zeitgleich spielen.

Eine Gruppe von Charakteren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, tritt eine Reise mit dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt an. Doch dann brechen alle Verbindungen zum Festland ab und das Schiff nimmt Kurs auf unbekannte Gewässer. Und ganz allmählich dämmert den Reisenden, wer unter der Kapitänsmütze steckt ...

Doch was will Luzifer von ihnen?

Außerdem werkele ich fleißig an meiner Fantasy-Seite im Netz. Ich möchte den schönsten Fantasy-Newsletter ausbauen, den es gibt. Darin bekommt man bereits jetzt Infos zu Fantasy-Büchern, Fantasy-Filmen, alle Fantasy-Highlights der kommenden Zeit, damit man nichts Wichtiges verpasst, und spannende Hintergrundartikel.

Den Newsletter kann man hier begucken.

Bevor wir zum Ende kommen noch eine letzte Frage, um es dem Nächsten, der dich interviewen darf, leichter zu machen: Welche Frage würdest du gerne mal in einem Interview gestellt bekommen?

Hm, da steht "Ein Freund von mir arbeitet in Hollywood. Geht das in Ordnung, wenn wir dein Buch verfilmen?" ganz oben auf der Liste. :-)

Ich drücke dir die Daumen, dass die Frage eines Tages kommt. Vielen Dank für das Interview.

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