Dienstag, 9. August 2016

[REZENSION] Shattered



Titel: Shattered
Reihe: The Iron Druid Chronicles, Vol. 7
Autor: Kevin Hearne
Verlag: Del Rey
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook, Hörbuch,
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 364
Preis: US $ 7,99
ISBN: 978-0-345-53364-7




Shattered ist der siebte Band von Kevin Hearnes Chronik des Eisernen Druiden. Die ersten vier Bände sind mittlerweile auch auf Deutsch bei Klett-Cotta erschienen und der fünfte ist für Oktober angekündigt. Hier und jetzt soll es um die englische Fassung des siebten Bandes gehen.

Die folgende Rezension enthält kleinere Spoiler auf die ersten sechs Bände, vor allem auf das Ende von Band 6. Ich habe mich aber bemüht, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Mehr als die Klappentexte eh verraten, verrate ich auch nicht.

Worum geht es?

Siodhachan O'Suileabhain, der sich mittlerweile Atticus O'Sullivan nennt, war lange Zeit der letzte lebende Druide. Mitterweile über 2000 Jahre alt - aber mit dem Aussehen eines 21jährigen gesegnet - lebte er zu Beginn der Reihe mit seinem Wolfshund Oberon in Nordamerika, weil es dort nur wenige Götter und eigentlich keine keltischen Feenwesen gibt. Mittlerweile ist er einer von drei Druiden. De andere beiden sind seine ehemalige Schülerin Granualie und sein alter Erzdruide, den er im sechsten Band "wiederbelebt" hat.

Nach einer längeren friedlichen Zeit, beginnen seine Probleme im ersten Band damit, dass sein uralter Feind - der keltische Gott Anghus Oog - ihn aufspürt. Um gegen diesen zu bestehen, braucht er die Hilfe von Freunden und Bekannten; z.B. seinem Anwaltsduo, dass aus einem Vampir und einem Werwolf besteht. Im Laufe der Handlung werden Gefallen gegen Gefallen gehandelt. Dadurch setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die sich bis in diesen siebten Band zieht und auch im nächsten Band noch weiter gehen wird. Erstmals seit Beginn der Reihe wird in diesem Band aber ein großer Handlungsstrang abgeschlossen.

Der siebte Band setzt kurz nach Ende des sechsen Bandes an. Während Granuaile sich nach Indien aufmacht, wo ihr Vater von einem bösen Geist besessen wird, machen sich Atticus und sein alter Erzdruide daran herauszufinden, wer hinter der Verschwörung bei den Tuatha Dé Danann steckt, die es unter anderem auf Atticus' Leben abgesehen hat.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Die Reihe hatte anfangs ein großes Problem: Atticus ist unglaublich mächtig. Spätestens nach einem halben Buch ist jedem klar, dass Atticus jede Situation meistern wird. Wenn er es nicht selbst mit seinem magischen Schwert und seiner ausgeprägten Magie schafft, ist einer seiner Verbündeten zur Stelle und wenn auch die versagen sollten, gibt es immer noch die keltische Todesgöttin Morrigan, die dafür sorgen kann, dass er nicht stirbt. Mittlerweile ist die Morrigan nicht mehr da und mit seiner Ex-Schülerin und seinem alten Erzdruiden gibt es zwei Charaktere, um die man bangen kann.

Wichtiger als die Spanung ist bei dieser Reihe aber eh der Erzählstil. Atticus erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und seine Perspektive ist wirklich eine besondere. Zum einen ist er als 2000jähriger unglaublich erfahren und belesen, zum anderen hat er sich gut in unsere moderne Welt integriert. Beides merkt man ihm ständig an, da er seine Erzählungen sowohl mit historischen Details als auch Pop-Kultur-Referenzen ausschmückt. So ist es ganz normal, wenn er in einem Moment Shakespeare zitiert und im nächsten seine Ausführung mit einer Star Wars-Anspielung abrundet. Dadurch ist die gesamte Erzählung sehr flott und humorvoll. Im sechsten Band kam Granualie als weitere Erzählstimme hinzu und nun bekommt auch Owen, Atticus' Erzdruide, eigene Erzählpassagen. Granualies Passagen finde ich nicht besonders reizvoll, aber Owens Passagen haben einen ähnlichen Reiz wie die von Atticus. Das absolute Highlight in den meisten Bänden (Ausnahme Band 3) ist aber der Wolfshund Oberon. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon haben mich ein ums andere Mal zum Lachen gebracht. 

Fazit

Nach dem schwachen sechsten Band findet Hearne im siebten Band wieder zu alter Stärke zurück. Witzig erzählte, moderne Urban Fantasy!

Wertung: 4/5 Sternen

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