Freitag, 2. September 2016

[REZENSION] GAMER




Titel: GAMER
Herausgeber: André Skora, Armin Rößler, Frank Hebben
Verlag: Begedia
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Anthologie
Seitenzahl: 301
ISBN: 978-3-95777-070-7




GAMER ist eine Kurzgeschichten-Anthologie, die 15 Geschichten enthält, die alle irgendwie mit Videospielen zu tun haben.

Die Autoren

Insgesamt waren 15 Autoren an dieser Anthologie beteiligt. In der Reihenfolge der Geschichten sind dies: Melanie Ulrike Junge, Christian Günther, Jan-Tobias Kitzel, Andreas Winterer, Thorsten Küper, Mike Krzywik-Groß, Sven Klöpping, Constanin Gillies, Peter Hohmann, Frank Hebben, Michael K. Iwoleit, Christian Lange, Nicklas Peinecke, Uwe Post und Armin Rößler.

Die Geschichten

Alle Geschichten haben mit Videospielen zu tun und alle Geschichten sind in unterschiedlichem Maße dystopisch. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Geschichten besonders ähnlich wären. Das Gegenteils ist der Fall. Viel unterschiedlicher könnten 15 Geschichten mit einem gemeinsamen Thema kaum sein. Dabei haben alle Geschichten ein sehr gutes Niveau. Natürlich haben mir nicht alle Geschichten gleich gut gefallen, aber auch die Geschichten, die mich weniger angesprochen haben, waren nicht schlecht.

Ich möchte jetzt auch gar keine Geschichte als Highlight hervorheben. Statt dessen möchte ich euch einen kleinen Eindruck davon geben, wie unterschiedlich die Geschichten sind. Galactic Tentacles von Andreas Winterer handelt von einem alten Automaten und cthuloiden Ereignisse. In Peter Hohmanns Cornstalk wird ewig leben geht es um einen professionellen MMORPG-Spieler. Emukalypse von Niklas Peinecke schildert eine Apokalypse, die nicht nur ein wenig von der biblischen Version abweicht, während in Armin Rößlers Katar 2022 ein Textadventure erklärt, wie es passieren konnte, dass die FIFA WM 2022 in Katar stattfindet. Vielfalt ist also auf jeden Fall gegeben.

Die Illustrationen

Zu jeder Geschichte gibt es eine sehr passende Illustration. Die Illustrationen stammen - wiederum in der Reihe des Erscheinens - von Sanata Raus, Nicolaj Djatschenko, Si-yü Steuber, Robert Robert Porazik, Jessica May Dean, Nummer 85, Carsten Dörr, Jan Neidigk, Stas Rosin, Santana Raus, Christoph Jaszczuk, Sunny Ray, Volker Konrad, René Nowotny und Christian Günther. Die Qualität von Grafiken kann ich wirklich nicht beurteilen, aber mir haben eigentlich alle gefallen. Eine ist dabei, die ich mir sogar als Bild an die Wand hängen würde.

Fazit

GAMER ist eine sehr abwechslungsreiche Anthologie auf durchgehend hohem Niveau. Ausfälle gibt es keine. Dadurch, dass viele Geschichten einen dystopischen oder sonstigen gesellschaftlichen Bezug haben, ist das Buch nicht nur für Gamer interessant.

Wertung: 4.5/5 Sternen

Das Gewinnspiel

Die heutige Frage lautet: Mögt ihr Dystopien?

(Die Regeln findet ihr hier.)

1 Kommentar:

  1. Dystopien lese ich sogar recht gerne. Das verbotene Eden von Thomas Thiemeyer und Dark Canopy von Jennifer Benkau kommen mir da spontan in den Sinn, aber es gibt ja noch unzählige mehr. Aktuell habe ich The Cage und Evolution vor mir, die dürften ebenfalls in diese Kategorie passen. Je lebendiger erzählt, desto tiefer versinke ich ins Gedankenkino.

    Liebe Grüße
    Patricia

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