Dienstag, 27. Dezember 2016

[REZENSION] Die verlorene Puppe



Titel: Die verlorene Puppe
Reihe: Einzelband, aber Nachfolger von Die zerbrochene Puppe
Autor: Judith und Christian Vogt
Verlag: Feder & Schwert
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Steampunk
Seitenzahl: 440
Preis: € 12,99 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-86762-275-2




Die zerbrochene Puppe ist Roman, der in einer alternativen Vergangenheit spielt. Man könnte durchaus von Steampunk sprechen, auch wenn die Dampftechnologie nicht im Mittelpunkt steht.


Die Autoren:

Judith und Christian Vogt sind ein Aachener Ehepaar, das phantastische Romane und Kurzgeschichten schreibt. Dabei ist Judith die Produktivere von beiden. Acht von zwölf Romanen hat sie alleine geschrieben und vier mit ihrem Mann zusammen. Mehr über die beiden erfahrt ihr auf ihrer Autorenseite.

Das Buch: (kleine Spoiler auf das erste Fünftel des Buches)

Der Roman spielt in einer alternativen irdischen Vergangenheit, die durch zwei Dinge geprägt ist: eine Kälteperiode/Eiszeit die im 9. Jhd. begann und und eine technologische Entwicklung, die stark von der der realen Erde abweicht. 

Auch wenn es bei der alternativen Technik weniger um Dampf und mehr um Uhrwerke, Elektrizität und Luftschiffe geht, kann man getrost von einem Steampunk-Roman sprechen. Die Zeit und das Flair stimmen und vor allem werden auch die Auswirkungen der Technologie auf die Gesellschaft thematisiert.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht ein Zirkus, der in einem Luftschiff quer durch Europa reist und insbesondere der Artist Ferenc Badi, der die Geschichte auch erzählt. Direkt zu Beginn der Handlung wird dieser Zirkus von einer Gruppe Männer, die offenbar von einem noch nicht entdeckten Kontinent westlich von Europa stammen, entführt und zu einer Atlantiküberquerung genötigt. Auf der Reise wird dann schnell klar, dass es sich keinesfalls um einen ganz gewöhnliches Zirkus gehandelt hat, sondern dass eigentlich jeder auf dem Schiff ein Geheimnis hat und eine eigene Agenda verfolgt. Schnell steht auch die Vermutung im Raum, dass es sich bei einem der Besatzungsmitglieder um einen Automaten aus Leichenteilen, einen sogennanten Shelly, handeln könnte.

Ob all dies etwas mit einer verlorenen Puppe zu tun hat, bzw. was es mit der Puppe aus dem Titel auf sich hat, wird jedoch erst später deutlich.

Meine Meinung: 

Die verlorene Puppe ist ein großartiger Steampunk-Roman voller interessanter Charaktere, faszinierender Orte und mit einer spannenden Geschichte. Zwei Dinge haben mir besonders gefallen: Zum einen haben es die beiden Autoren mehrfach geschafft mich total an der Nase herumzuführen, so dass ich immer wieder echte Hinweise für "rote Heringe" gehalten habe und umgekehrt. Zum anderen kommen einige Technologien vor, die man so in kaum einem anderen Steampunk-Roman findet.

Fazit:

Ein Must-Read für Steampunk-Fans.

Wertung: 5/5


1 Kommentar:

  1. Ahoy Imre,

    mit diesem Buch habe ich meinen ersten Ausflug in das Genre des Steampunk gewagt - und definitiv nicht bereut!

    Manchmal etwas schnell und sprunghaft, aber stets genial durchdacht und voller Überraschungen, konnte mich die Puppe bestens unterhalten :)

    Ich lass´ mal frech meinen Link und liebste Wochenendsgrüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/01/eis-dampf-die-verlorene-puppe.html

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