Freitag, 30. Dezember 2016

[REZENSION] Liminale Personae



Titel: Liminale Personae
Reihe: nein
Autor: Alessandra Ress
Verlag: Amrun
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Dystopie
Seitenzahl: 114
Preis: € 6,90 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-95869-256-5




Liminale Personae ist ein dystopischer Coming of Age-Roman.

Der Autor:

Alessandra Ress, geboren 1989, hat Kulturwissenschaften studiert und veröffentlicht seit 2012 phantastische Erzählungen. Liminale Personae ist bereits ihr viertes Buch.

Das Buch: 

Der Klappentext gibt einen guten und treffenden Eindruck vom Buch und da ich bei so einem kurzen Buch nicht mehr als notwendig verraten möchte, ziehe ich mich auf diesen zurück:

„Wir wollen eure Freiheit nicht!“
Jahrzehnte nach einer verheerenden Zombie-Epidemie. Die Zivilisation, wie wir sie kannten, ist zerstört, die wenigen Überlebenden haben sich in kleine Siedlungen zurückgezogen. Eine Gruppe junger Menschen stellt das vorherrschende Gesellschaftsmodell der „Stadt“ in Frage und wird
verbannt. Unter ihnen auch Nihile, die vor die Wahl gestellt wird, in welcher Umgebung sie leben möchte – Wildnis, eine scheinbare Demokratie oder eine monarchistische Regierung?
Wie individuell kann man sein, wo wird der Individualismus zu Egoismus?
Und wie ideal darf man denken, wenn man überleben möchte?
Ein Coming of Age-Roman mit phantastischem Hintergrund.

Meine Meinung: 

Ich bin weder ein Fan von Zombies in Büchern, noch von Coming of Age-Romanen. Auch moderne Dystopien begeistern mich in der Regel nicht. Trotzdem hat mir Liminale Personae ausgesprochen gut gefallen. Auf dem Umschlag des Buches steht zwar das Wort Roman, aber ich würde hier  - nicht nur auf Grund der Länge - von einer Novelle reden.
Nihiles Geschichte vom rebellischen Teenager zu einer Erwachsenen wird sehr komprimiert erzählt. Die entscheidenden Stellen des Buchs sind dabei die Dialoge, in denen es meist in der einen oder anderen Form um die Frage geht, wie viele Regeln eine funktionierende Gesellschaft benötigt und wieviel Individualität sie verträgt.

Fazit:

Liminale Personae ist ein überraschend politisches Buch und eine interessante Lektüre nicht nur für Fans von Dystopien.

Wertung: 4,5/5


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