Sonntag, 5. März 2017

[REZENSION] Norse Mythology





Titel:  Norse Mythology
Reihe: nein
Autoren: Neil Gaiman
Verlag: W. W. Norton & Company
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Sagen
Seitenzahl: 293
ISBN: 978-0-393-60909-7




In Norse Mythology erzählt Gaiman eine Auswahl nordischer Sagen nach. Grundlage für diese Rezension ist die Originalausgabe. Das Buch ist aber auch in deutscher Übersetzung von André Mumot im Eichborn Verlag erschienen.


Der Autor:

Wer könnte Gaiman besser vorstellen als Gaiman?
Neil Gaiman, April 2013

"Neil Gaiman ist ein weißer, männlicher Autor mit unordentlichen Haaren gefangen im Körper eines identischen weißen, männlichen Autors mit vielleicht noch weniger ordentlichem Haar. Seine Bücher und Comics haben viele Preise gewonnen. Er dankt ihnen für ihr Angebot eines Kamms aber er glaubt nicht, dass er ihm gut tun würde. Obwohl er Engländer ist, lebt er mehr im Amerika als irgendwo sonst auf der Welt, und er ist im Augenblick irgendwo in seinen Mittvierzigern."

(aus dem Vorwort zu Anansi Boys, 2005, übersetzt von mir)

Seine bekanntesten Werke sind aus meiner Sicht Neverwhere, Stardust, American Gods und die Comicreihe Sandman

Alle seine Werke lassen sich dem Bereich der Phantastik zuordnen, da er immer eine in irgend einer Weise magische Welt präsentiert. Dabei folgt er nie irgendwelchen Klischees, sondern bietet seinen Lesern immer etwas Neues. 

Außerdem schreibt Gaiman auch Drehbücher. Unter anderem hat er auch schon Episoden für die Kult-SciFi-Serie "Doctor Who" geschrieben.

Das Buch: 


In Norse Mythology präsentiert Gaiman erstmals keine eigenen Geschichten, sondern erzählt einige der bekanntesten Geschichten der nordischen Mythologie nach. Dazu hat er sich ausführlich mit den Quellen, vor allem der Lieder-Edda und der Edda des Snorri Sturluson, beschäftigt. In seinen Nacherzählungen folgt er mal der einen und mal der anderen Quelle.


Meine Meinung: 

Die Sagen der verschiedensten Kulturkreise sind grundsätzlich eine spannende Sache. Häufig ist es aber schwierig, sie in gut lesbarer Form zu finden, da die Autoren von Sagenbänden scheinbar oft nicht um eine ansprechende Sprache bemüht sind und stattdessen trocken Punkt um Punkt aneinanderreihen.  Ein wenig hat sich auch Gaiman von dieser "Tradition" anstecken lassen. Sprachlich bleibt Norse Mythology hinter seinen anderen Werken zurück. Trotzdem ist das Buch gut lesbar und in einigen Geschichten blitzt Gaimans Erzähltalent dann doch auf.

Fazit:

Die unterhaltsamste Möglichkeit sich mit der nordischen Mythologie zu beschäftigen.

Wertung: 4/5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Ah, das Buch hatte ich letzte Woche Montag auch in der Hand.
    Dachte auch: Oh, ja wenn der das gemacht hat, is das bestimmt 'anders'. Hab's nicht mitgenommen. Danke für deinen Einblick. - Key

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